Verlag: Neukirchener Verlag
Jahr: 2009 (3. Auflage)
Seiten: 451
Sprache: Deutsch
ISBN:978-3788724351
34,90 Euro
„Was ist der Mensch?“ – diese Frage stellt sich heute angesichts der Fortschritte in Medizin und Biologie in neuer Intensität. Doch so aktuell diese Frage ist, sie findet sich bereits in Psalm 8, einem der Grundtexte alttestamentlicher Anthropologie. Darüber hinaus sind die Psalmen insgesamt eine reichhaltige Fundgrube für Aussagen über den Menschen. Dieser Schatz wird von Bernd Janowski in seiner „Anthropologie der Psalmen“ gehoben und erschlossen.
In einem ersten Teil wendet Janowski sich Grundfragen alttestamentlicher Anthropologie zu: Wie sprechen diese Texte überhaupt vom Menschen? Und wie lassen sich anthropologische Aussagen über eine so große zeitliche Distanz angemessen erschließen? Ganz wesentlich ist in diesem Zusammenhang die Einsicht, dass der Mensch im Alten Testament immer in Beziehung zu Gott gesehen wird. Neben dem Gottesverhältnis sind das Selbst- und Weltverhältnis grundlegende Dimensionen des Menschseins.
In der Einführung geht Janowski auch auf die Sprache der Psalmen und die Struktur der Klage- und Danklieder ein. Darin zeigt sich bereits, dass er einen weiten und offenen Zugang zum Thema wählt. Die anthropologischen Aussagen stehen zwar im Mittelpunkt, aber auf dem Weg dahin werden auch übergreifende Aspekte der Psalmen dargestellt.
Der erste Hauptteil trägt die Überschrift „Vom Leben zum Tod“ und beschäftigt sich mit den Klage- und Bittgebeten. Die Beter dieser Texte sehen sich selbst in der Sphäre des Todes, der Auflösung und Zerstörung aller lebenschaffenden Beziehungen. In ihrem Gebet machen sie sich auf den Weg zurück in die Nähe Gottes, auf den Weg zurück ins Leben. Jeweils an einem Beispieltext entfaltet Janowski die Situation des klagenden Menschen (Ps 13), des angefeindeten Menschen (Ps 59), des verfolgten Menschen (Ps 7) und des kranken Menschen (Ps 41). In den einzelnen Abschnitten werden auch andere zentrale Psalmen und atl. Texte zum Thema herangezogen, außerdem auch religionsgeschichtliche Aspekte berücksichtigt.
Nach einem meditativen Zwischenstück zur „Tiefe“ folgt der zweite Hauptteil: „Vom Tod zum Leben“. Jetzt geht es um den vergänglichen Menschen (Ps 88), den lobpreisenden Menschen (Ps 30), den begnadeten Menschen (Ps 16) und abschließend um den Mensch Gottes (Ps 22).
Der fortlaufende Text wird an zehn Stellen durch kurze Exkurse unterbrochen, die jeweils eine Seite umfassen und auch grafisch hervorgehoben sind. Themen dieser kompakten und sehr informativen Abschnitte sind zum Beispiel „Das biblische Weltbild“ oder „Das Rätsel des Bösen“. Darüber hinaus lädt das Inhaltsverzeichnis auch sonst dazu ein, an der ein oder anderen Stelle mitten im Buch mit dem Lesen zu beginnen, etwa bei den anthropologischen Stichworten „Herz und Nieren“ oder „Dankbarkeit“.
Mit den „Konfliktgesprächen mit Gott“ ist Janowski ein sehr ansprechendes und theologisch ertragreiches Buch gelungen, das die Welt der Psalmen aus anthropologischer Perspektive erschließt und damit auch für das Nachdenken über den Menschen heute wertvolle Impulse liefert. Die thematische Gliederung der einzelnen Abschnitte, die Exkurse und anthropologischen Stichworte laden dazu ein, nach der Einführung an unterschiedlichen Stellen weiter zu lesen oder dann später auch bei ganz unterschiedlichen Fragestellungen auf das Buch zurückzugreifen.
Die Bedeutung dieses Werkes zeigt sich nicht zuletzt darin, dass es seit der Erstveröffentlichung 2003 inzwischen schon in dritter Auflage erschienen ist und außerdem 2008 ins Französische übersetzt wurde – für ein theologisches Fachbuch ein beachtlicher Erfolg. Die Folgeauflagen lassen den Haupttext im Wesentlichen unverändert, in der dritten Auflage findet sich auf S. 427-451 ein Anhang mit aktuellen Literaturangaben und einigen weiterführenden Erläuterungen zu einzelnen Abschnitten.
"TABOR fordert meinen Glauben immer wieder heraus, aber ich muss diesen Prozess nicht alleine durchmachen. Genau die Verbindung aus intensiver Gemeinschaft und gutem Studium macht TABOR für mich zu etwas besonderem und bereitet mich vor auf die Arbeit in der Gemeinde und auf ein Leben mit Jesus."
TABOR... wenn Du Wert legst auf:
1. praxisnahes Studieren an einer Hochschule
2. Anbindung an einen Gemeindeverbund
3. Mitgestaltung der Studien- und Lebensgemeinschaft
Ich wollte:
1. ein praxisnahes Studium in einer Universitätsstadt
2. in meiner Persönlichkeit herausgefordert werden
3. aktive Einbindung in eine Lebensgemeinschaft
4. individuelle Arbeitsplatzvermittlung
"Das hohe Arbeitspensum ist zwar hart, aber das Studieren in einer intensiven Gemeinschaft kitzelt so manches Potential aus mir heraus, das ich nicht kannte.
Die Gemeinschaft unter den Studierenden ist sowieso der Bestandteil in TABOR, durch den Gott mich immer wieder inspiriert, animiert und aufweckt. Es ist echt interessant, was für Menschen man hier intensiv kennenlernt und wie man neu lernt sein Leben zu gestalten."
"Ich habe mich für TABOR entschieden, weil ich ein Theologiestudium wollte, in dem ich sowohl als Persönlichkeit wie auch als Christ reife, denn für mich ergibt das eine ohne das andere keinen Sinn. In TABOR habe ich genau das gefunden: Mentoring, geistliche Gemeinschaft, gemeinsames Leben mit anderen Studenten und ein fundiertes, praxisrelevantes Studium."
"Weil Glauben letztlich nicht mit Sätzen erfasst werden kann, genieße ich es, dass TABOR nicht nur eine Studien-, sondern auch eine Lebensgemeinschaft ist. Wir sind gemeinsam unterwegs - in geistlicher Gemeinschaft, im Studium und in praktischen Erfahrungen. Grenzen können dann erweitert werden, wenn man bereit ist, sie an Gottes Hand zu Überschreiten."
"TABOR ist für mich ein Ort, an dem ich mich mit meinem Glauben und dem Glauben anderer intensiv auseinandersetzen darf und muss. Das, was TABOR ausmacht ist, dass ich damit nicht allein bin, sondern in der Gemeinschaft mit anderen Studierenden und in enger Begleitung durch einen Mentor. Der persönliche Kontakt zu Dozenten und Mitarbeitern ist mir ein großer Schatz."