Der Deutsche Gemeinschafts-Diakonieverband (DGD) mit Sitz in Marburg war zur Zeit des „Dritten Reichs“ der größte Einzelverband der evangelischen Gemeinschaftsbewegung. Im Jahr 1935 trat man aus dem Gnadauer Verband (dem Dachverband der Gemeinschaftsbewegung) aus, weil sich jener dazu entschlossen hatte, der „Arbeitsgemeinschaft der missionarischen und diakonischen Werke und Verbände“ beizutreten, welche der Bekennenden Kirche nahe stand. Der DGD ging seitdem bewusst einen eigenständigen „neutralen“, d.h. unkritischen und staatsbejahenden Weg. Dies ist zwar bisher allgemein unter Kirchenhistorikern bekannt, nähere Einzelheiten zu Abläufen, Motivationen und theologischen Begründungen sind allerdings bisher wissenschaftlich kaum erforscht worden. Das Forschungsprojekt möchte diese Lücke schließen, indem es die Archivalien des DGD untersucht und die wichtigsten Ergebnisse zugänglich macht. Dies wird dadurch unterstützt, dass die Forschungsstelle Neupietismus gezielt Bachelor- und Masterarbeiten über Einzelaspekte des Projekts anregt.
Bisherige Forschungsarbeiten:
Beschreibung: In diesem Forschungsprojekt sollen bisher unbeachtet gebliebene Teilbereiche neupietistischer Organisationsentwicklung und Theologie näher untersucht werden. Dies geschieht in erster Linie durch die Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten. Dadurch sollen Nachwuchswissenschaftler an das Themengebiet Neupietismus herangeführt und bisher unbekannte Quellen erschlossen und ausgewertet werden. Insgesamt soll dies die Untersuchung des Neupietismus unter kirchenhistorischen Gesichtspunkten fördern und in den Blick rücken.
Bisherige Forschungsarbeiten:
Viele neupietistische Gemeinschaften haben in den letzten Jahrzehnten eine Entwicklung hin zu einem verstärkten Gemeindebewusstsein gemacht. Neben einer pragmatisch-unreflektierten Entwicklung sind damit auch gemeindekybernetische Grundfragen in den Blick gerückt, die seit einiger Zeit auch wissenschaftlich reflektiert werden. Dieses Forschungsprojekt will Untersuchungen zu diesem von der akademischen Fachwelt bisher kaum beachteten Segment des evangelischen Christentums in Deutschland fördern und zusammen führen. Dies geschieht vor allem durch Bachelor- und Masterarbeiten.
Bisherige Forschungsarbeiten:
Im Bereich des Neupietismus werden neue theologische Ansätze in vielfältiger Weise aufgenommen. Auch die gegenwärtigen kulturellen Veränderungen durch die Postmoderne haben schnell ihren Niederschlag in der christlichen Theologie gefunden. Vor allem durch die engen Verflechtungen mit dem angloamerikanischen Evangelikalismus kommt es immer wieder dazu, dass theologische Entwicklungen in neupietistischen Gruppen sehr schnell in konkrete Konzepte für die Praxis umgesetzt werden. Dieses Projekt möchte die gegenwärtigen Entwicklungen kritisch begleiten und durch theologische Untersuchungen unterstützen. Dies geschieht vor allem durch Bachelor- und Masterarbeiten.
Bisherige Forschungsarbeiten und Studientage:
Neupietistische Gemeinschaften zeichnen sich vor allem durch eine vielfältig aufgefächerte praktische Gemeindearbeit auf. Vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit orientiert man sich dabei meist wenig reflektiert an Arbeitsmaterialien und Konzeptionen aus dem englischsprachigen Bereich. Dieses Forschungsprojekt soll dazu beitragen, dass die einzelne Bereiche der tatsächlich gelebten Praxis empirisch in den Blick genommen und systematisch analysiert werden . Dies soll dazu dienen, ein genaueres Bild über den real existierenden Neupietismus zu gewinnen und Hilfen für die Gemeindearbeit bereit zu stellen. Dies geschieht vor allem durch Bachelor- und Masterarbeiten
Bisherige Forschungsarbeiten:
Die für Donnerstag, 23.2.2012, geplante Veranstaltung muss aufgrund dringender anderer dienstlicher...
Israel und die palästinensischen Gebiete (Peter Hirschberg)