
Verlag: Verlag der Francke-Buchhandlung GmbH
Jahr: 2011
Seiten: 288
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-86827-245-1
15,95 Euro
Viele Leiter und Pastoren sehen "ihre" Gemeinde als Sammlung von Individuen, deren Bedürfnisse möglichst optimal erfüllt werden müssen und / oder als Organisation, die möglichst effizient und erfolgreich gemanagt werden muss. Durch diese Sicht arbeiten sie oft am Limit (oder darüber hinaus) und stellen gleichzeitig fest, dass sich die gewünschten Ergebnisse nicht einstellen. Dadurch werden sie müde und beginnen zu resignieren.
Roxburgh und Romanuk stellen dem in ihrem Buch "Missionale Leiterschaft" eine andere Sicht gegenüber: Sie verstehen die Gemeinde als Volk Gottes, in dem Gottes Geist wirkt. Die Aufgabe von Leitenden ist es darum, ein Umfeld zu kultivieren, in dem Menschen dieses Handeln Gottes innerhalb und außerhalb der Gemeinde erkennen, sich darauf einlassen und Neues wagen. Dazu gehört vor allem das Entwickeln einer Vorstellungskraft, die sich an biblischen Texten orientiert und Gott viel zutraut. Einer der wesentlichen Impulse, die Roxburgh und Romanuk vermitteln, ist das Vertrauen, dass Gott mit seinen Gemeinden noch weiter Geschichte(n) schreibt - auch in dieser sich fundamental verändernden Welt. Dadurch lenken sie den Blick zuallererst auf den Herrn der Gemeinde und wecken neue Hoffnung.
Nicht neue Leitungskonzepte oder Strategien stehen also im Mittelpunkt dieses Buches, sondern eine neue Haltung, die auf Gott und Menschen hört, Spiritualität ernstnimmt und Experimente wagt. Leitende begeben sich gemeinsam mit den anderen Christen der Gemeinde auf eine Entdeckungsreise, ohne vorher zu wissen, wohin die Reise geht. Sie stellen Fragen, regen das Denken an, hören zu und ermutigen. Gleichzeitig sind sie im Gebet und im Wort Gottes verwurzelt. Diese Art zu leiten stellt neue Anforderungen an die Kompetenzen und den Charakter von Leitern. Um diese zu entwickeln, empfehlen Roxburgh und Romanuk jedem Leiter, sich regelmäßig einem speziellen 360-Grad-Feedback zu unterziehen, das sie in diesem Buch vorstellen.
Roxburgh und Romanuk gehören zur missionalen Bewegung, deren Anliegen sie zu Beginn ihres Buches vorstellen. Dennoch sollte man vor der Lektüre mit wesentlichen Aussagen des missionalen Gedankengutes vertraut sein. Schließlich möchten sie mit diesem Buches aufzeigen, wie sich eine Gemeinde zu einer missionalen Gemeinschaft entwickeln kann. Dazu zeigen sich auch praktisch konkrete Schritte auf. Allerdings muss man nicht alle ihre Ziele teilen, um von ihrem Buch zu profitieren. So sind beispielsweise die Darstellung der drei Phasen (S. 52-83), die eine Gemeinde durchläuft, und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Gemeindeleitung sehr hilfreich. Jedoch provozieren die Autoren auch, stellen in Frage und fordern zu einem neuen Leitungsstil heraus, dem nicht jeder zustimmen wird. Vielleicht auch, weil er nicht zu jeder Gemeinde, zu jeder Zeit und zu jedem Leitungsteam passt. Dennoch lohnt es sich, sich mit diesem Ansatz auseinanderzusetzen, weil er den Horizont weitet, Gemeinde Gottes in ihrer Einzigartigkeit ernstnimmt und ahnen lässt, wie Gemeinden in der Zukunft relevant leben können. "Missionale Leiterschaft" ist ein Buch für Leitende, die mit ihrem Denken noch nicht fertig sind und ahnen, dass es mehr gibt, als sie sich im Augenblick vorstellen können.
Klaus Heid
"TABOR fordert meinen Glauben immer wieder heraus, aber ich muss diesen Prozess nicht alleine durchmachen. Genau die Verbindung aus intensiver Gemeinschaft und gutem Studium macht TABOR für mich zu etwas besonderem und bereitet mich vor auf die Arbeit in der Gemeinde und auf ein Leben mit Jesus."
TABOR... wenn Du Wert legst auf:
1. praxisnahes Studieren an einer Hochschule
2. Anbindung an einen Gemeindeverbund
3. Mitgestaltung der Studien- und Lebensgemeinschaft
Ich wollte:
1. ein praxisnahes Studium in einer Universitätsstadt
2. in meiner Persönlichkeit herausgefordert werden
3. aktive Einbindung in eine Lebensgemeinschaft
4. individuelle Arbeitsplatzvermittlung
"Das hohe Arbeitspensum ist zwar hart, aber das Studieren in einer intensiven Gemeinschaft kitzelt so manches Potential aus mir heraus, das ich nicht kannte.
Die Gemeinschaft unter den Studierenden ist sowieso der Bestandteil in TABOR, durch den Gott mich immer wieder inspiriert, animiert und aufweckt. Es ist echt interessant, was für Menschen man hier intensiv kennenlernt und wie man neu lernt sein Leben zu gestalten."
"Ich habe mich für TABOR entschieden, weil ich ein Theologiestudium wollte, in dem ich sowohl als Persönlichkeit wie auch als Christ reife, denn für mich ergibt das eine ohne das andere keinen Sinn. In TABOR habe ich genau das gefunden: Mentoring, geistliche Gemeinschaft, gemeinsames Leben mit anderen Studenten und ein fundiertes, praxisrelevantes Studium."
"Weil Glauben letztlich nicht mit Sätzen erfasst werden kann, genieße ich es, dass TABOR nicht nur eine Studien-, sondern auch eine Lebensgemeinschaft ist. Wir sind gemeinsam unterwegs - in geistlicher Gemeinschaft, im Studium und in praktischen Erfahrungen. Grenzen können dann erweitert werden, wenn man bereit ist, sie an Gottes Hand zu Überschreiten."
"TABOR ist für mich ein Ort, an dem ich mich mit meinem Glauben und dem Glauben anderer intensiv auseinandersetzen darf und muss. Das, was TABOR ausmacht ist, dass ich damit nicht allein bin, sondern in der Gemeinschaft mit anderen Studierenden und in enger Begleitung durch einen Mentor. Der persönliche Kontakt zu Dozenten und Mitarbeitern ist mir ein großer Schatz."