Orientierung

Struktur der Hochschule

Die Hochschule im Überblick

Unsere Basis

Nach altkirchlicher Tradition ist der Berg Tabor in Galiläa der Ort der Verklärung Jesu (Matthäusevangelium Kapitel 17, Verse 1-9). 

So steht auch die Evangelische Hochschule TABOR für

  • Begegnung mit Jesus Christus
  • Theologie mit Leidenschaft
  • Gemeinschaft und Inspiration
  • Aufbruch in die Welt  

Unsere Angebote

  • Ein wissenschaftliches und praxisnahes Theologiestudium (B.A. Ev. Theologie, 4 Jahre)
  • Ein wissenschaftliches und interdisziplinäres Studium der Praktischen Theologie und Sozialen Arbeit (B.A. Praktische Theologie & Soziale Arbeit)
  • Ein Studium zur Qualifizierung für innovative sozialraumorientierte Gemeindeentwicklung — in Zusammenarbeit mit dem Theologischen Studienzentrum Berlin (B.A. Theologie, Sozialraum und Innovation) 
  • Wissenschaftlich fundierte Masterstudiengänge zur qualifizierten Weiterbildung (M.A. Ev. Theologie oder M.A. Ev. Gemeindepraxis)
  • Ein integrativer und überkonfessioneller Weiterbildungsstudiengang M.A. Religion und Psychotherapie
  • Individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Forschung im Bereich Neupietismus  auch zu Fragen aus Ihrer Gemeindepraxis
  • Interdisziplinäre Arbeit im Gebiet von Religion und Psychotherapie
  • Forschung und Lehre im Themenfeld Kulturhermeneutik und Lebensweltforschung

Unsere Struktur

Die Evangelische Hochschule TABOR ist aus dem Theologischen Seminar TABOR hervorgegangen. Sie wurde 2009 vom Wissenschaftsrat als Fachhochschule akkreditiert und ist vom Land Hessen als private Hochschule anerkannt.

An der Hochschule lehren 15 Professorinnen und Professoren, Rektor ist seit 1996 Prof. Dr. Norbert Schmidt.

Im Sommersemester 2018 sind 163 Männer und Frauen an der EH TABOR immatrikuliert, weitere 44 sind für einzelne Module eingeschrieben. 

Einrichtungen der Evangelischen Hochschule TABOR sind die Forschungsstelle Neupietismus und das Marburger Institut für Religion und Psychotherapie sowie das Tangens-Institut für Kulturhermeneutik und Lebensweltforschung.

Träger der Hochschule ist die Stiftung Studien- und Lebensgemeinschaft TABOR.

Geschichte

2017

Akkreditierung des Studiengangs B.A. Theologie, Sozialraum und Innovation durch AQAS e.V.

2014 - 2016

Reakkreditierung der Studiengänge B.A./M.A. Ev. Theologie (2016), M.A. Ev. Gemeindepraxis (2016) und M.A. Religion und Psychotherapie (2016) durch AQAS e.V.

Akkreditierung des Studiengangs B. A. Praktische Theologie und Soziale Arbeit durch AQAS e.V.

Reakkreditierung als „Evangelische Hochschule TABOR“ durch den Wissenschaftsrat.

2010 – 2011

Akkreditierung der Studiengänge B.A./M.A. Ev. Theologie (2010), M.A. Ev. Gemeindepraxis (2010) und M.A. Religion und Psychotherapie (2011) durch AQAS e.v.

2009

Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat und staatliche Genehmigung als „Evangelische Hochschule TABOR“ durch das Land Hessen. Im Herbst 2010 wurde die Genehmigung in eine staatliche Anerkennung umgewandelt.

1998

Die ersten Frauen nehmen das Studium auf, 1999 Umbenennung in „Theologisches Seminar TABOR“.

1995

Gründung des CTL-Verbundes, Kooperation mit der Middlesex Universität in London, Absolventen erhalten einen europäischen B.A. in Theologie (Bild: Graduierung 2008).

1992

Die Ausbildung in TABOR wird durch die Europäische Evangelische Akkreditierungsvereinigung (EEAV), deren Gründungsmitglied TABOR 1979 war, international anerkannt.

1991

Das neue Wohnheim der Studierenden wird in Betrieb genommen.

1978

Der 1977 begonnene Neubau des Seminargebäudes (mit Unterrichtsräumen, Speisesaal, Bibliothek usw.) wird fertig gestellt.

1939 – 1945

Fast alle Brüder werden zum Militär eingezogen, der Seminarbetrieb kommt zum erliegen, TABOR wird Lazarett. Bombentreffer im Brüderhaus. Erst 1946 wird der Seminarbetrieb wieder aufgenommen.

September 1929

Nach dem Entschluss, Brüder in die Mission zu senden, reisten Johannes Dietrich und Eugen Willhauck als erste Taborbrüder nach China aus. 1932 nahmen die ersten Brüder ihren Dienst in Brasilien auf.

1924/1925

Bau eines neuen Brüderhauses am Marburger Ortenberg (heute: Alten- und Pflegeheim TABOR) und Umzug der 60 Brüder.

1914 – 1918

Die meisten Brüder müssen in den Krieg ziehen. Nach fast 5 Jahren Unterbrechung beginnt im April 1919 wieder ein geordneter Unterricht.

1. Mai 1909

Karl Waldeck tritt als erster Bruder ins „Diakonen- und Brüderhaus TABOR“ ein.

Theologisches Profil

Aus ihrer Entstehungsgeschichte heraus ist die Evangelische Hochschule TABOR sowohl dem reformatorischen Christentum als auch dem deutschen Pietismus als einer Erneuerungsbewegung innerhalb der evangelischen Kirchen verpflichtet. Im Sinne der Reformation bejaht die Evangelische Hochschule TABOR die Verbindung von persönlichem Glauben an die Selbsterschließung Gottes in Jesus Christus und die Wertschätzung von Bildung und Wissenschaft in der Tradition des christlichen Humanismus. Theologisch maßgebend sind damit auch die vier grundlegenden Entscheidungen der Reformation: „Allein Christus, allein aus Gnade, allein durch Glauben, allein die Heilige Schrift.“ Im Sinne des Pietismus sieht sich die Evangelische Hochschule TABOR in der Tradition einer Zusammengehörigkeit von gemeinschaftlicher spiritueller Entwicklung und diakonisch-sozialem Engagement. Diese Zusammengehörigkeit von individuellem Glauben und Bildung, gemeinschaftlicher Spiritualität und Sozialverantwortung durchzieht die Geschichte des Werkes und ist auch für den Ausbau weiterer Bildungs- und Studienangebote von orientierender Qualität. Darin bewährt sich zugleich die Einbindung der Hochschule in die Stiftung Studien- und Lebensgemeinschaft TABOR und die Zugehörigkeit zum Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband. 

Forschung und Lehre an der Evangelischen Hochschule TABOR wollen zugleich wissenschaftlich fundiert und praxisnah sein. Sie orientieren sich am christlichen Menschenbild, wie es für die Einrichtung von ihrer Geschichte her verpflichtend ist. Grundlegende Bedeutung haben daher der Respekt vor der unverfügbaren Würde eines jeden Menschen; die Ermöglichung und Begleitung von Bildungs- und Entwicklungschancen; die Förderung von Austausch und Zusammenarbeit über die Grenzen von Sprache, Kultur und Geschlecht hinweg; die Orientierung an gesellschaftlichen Bedürfnissen und sozialen Herausforderungen.

 

Aufgrund dieses Profils sind für die Evangelische Hochschule TABOR folgende Werte maßgebend:

  • Eine Verpflichtung gegenüber der Heiligen Schrift als dem Wort Gottes als Maßstab für alle christliche Theologie.
  • Eine christliche Sicht des Menschen als Geschöpf und Ebenbild Gottes und als solches von höchstem Wert.
  • Die Suche nach höchster Qualität zur größeren Ehre Gottes in allen Bereichen von Leben, Lehren und Lernen. Das schließt die Verpflichtung zu wissenschaftlicher Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit ein. 
  • Eine Verpflichtung zur Wertschätzung und Förderung von wissenschaftlicher Forschung mit dem Ziel der Vermittlung anwendungsorientierter Forschungsbeiträge für den wissenschaftlichen Diskurs.
  • Eine Verpflichtung zu einer Wissenschaftskultur, die in einer Haltung des Respekts den Dialog über Sinn- und Wertfragen im Horizont gegenwärtiger Herausforderungen sucht, im Vertrauen auf die lebensfördernden Ressourcen der christlichen Glaubenstradition.

Für die Lernenden und Lehrenden an der Evangelischen Hochschule TABOR ergeben sich daraus als allgemeine Leitlinien:

  • Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, christliche Wert- und Glaubensüberlieferungen, unterschiedliche Wissenschaftstraditionen und die eigene soziale, geistige und spirituelle Entwicklung so zu verbinden und zu integrieren, dass sie ihre berufliche Tätigkeit kompetent und reflektiert ausführen können. 
  • Die Lehrenden sollen in einer Atmosphäre der Offenheit, des gegenseitigen Respekts und der gegenseitigen Unterstützung arbeiten und für die Studierenden Partner und Vorbild in Leben und Lehre sein. 

Entsprechend ihrem spezifischen Auftrag vermittelt die Evangelische Hochschule TABOR durch anwendungsbezogene Lehre eine auf den Kenntnissen der Forschung beruhende Aus- und Weiterbildung. Diese umfasst insbesondere die fachlich berufsorientierte Qualifikation und die Befähigung zur fundierten kritischen Reflexion theologischer und gesellschaftlicher Zusammenhänge.

Angesichts vieler Veränderungen in Wissenschaft, Gesellschaft und Kirche gehört es zu den ständigen Aufgaben der Evangelischen Hochschule TABOR, die sich daraus ergebenden Entwicklungen in der Berufswelt ihrer Absolventinnen und Absolventen aufmerksam zu beobachten, damit Inhalte und Formen der Studiengänge kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt werden können.

Träger

Stiftung Studien- und Lebensgemeinschaft TABOR

Träger der Evangelischen Hochschule TABOR ist die Stiftung Studien- und Lebensgemeinschaft TABOR. Die Stiftung ist der organisatorische Zusammenschluss der Studien- und Lebensgemeinschaft TABOR, der Frauen und Männer angehören, die ihr Studium an der Evangelischen Hochschule TABOR  absolviert haben. Derzeit gehören ca. 1.100 Personen zur Lebensgemeinschaft.

Nach dem Studium arbeiten sie hauptamtlich in verschiedenen Bereichen von Kirche und Diakonie im In- und Ausland. Die Lebensgemeinschaft äußert sich in einer dauerhaften Verbundenheit der Absolventinnen und Absolventen untereinander und mit der Hochschule.

Die Stiftung hat ihren Sitz in Marburg, ist Trägerin weiterer diakonischer Einrichtungen. Sie gehört zum Netzwerk des Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverbandes (DGD) und zum Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband.

 

Anerkennung / Akkreditierungen

Die Evangelische Hochschule TABOR wurde 2009 vom Wissenschaftsrat akkreditiert, 2014 turnusgemäß reakkreditiert und ist vom Land Hessen als private Hochschule anerkannt.

Die Studiengänge der Evangelischen Hochschule TABOR werden von AQAS e.V. akkreditiert.

Den Akkreditierungsbericht sowie die Kurzberichte zu den einzelnen Studiengängen finden Sie in der linken Spalte (ganz oben) zum Download.

Seit 2009 ist die Evangelische Hochschule TABOR außerdem selbst Mitglied bei AQAS e.V.

Gremien

1. Hochschulleitung

Die Evangelische Hochschule TABOR wird vom Rektorat geleitet, das von Rektor, Prorektor und Kanzler gebildet wird. Aufgaben des Rektors sind in erster Linie die wissenschaftliche Leitung der Hochschule und ihre Vertretung nach außen. In einem Teil seiner Aufgaben wird er im Rahmen einer einvernehmlichen Arbeitsteilung durch den Prorektor vertreten, der in diesem Fall alle dem Rektor zustehenden Befugnisse ausübt. Im Falle der Verhinderung vertreten Rektor und Prorektor sich gegenseitig. Die Stelle des Prorektors ist momentan vakant.

In allen Verwaltungsangelegenheiten wird die Hochschule durch den Kanzler als Leiter der Verwaltung vertreten. Kanzler der Evangelischen Hochschule TABOR ist der geprüfte Bankfachwirt (IHK) Benjamin Wenzel. Er nimmt diese Aufgabe ehrenamtlich wahr.

Rektor ist Prof. Dr. Norbert Schmidt, vorher bereits seit 1996 Direktor des Theologischen Seminars TABOR.

 

2. Senat

Der Senat der Hochschule besteht aus acht gewählten Mitgliedern, welche die drei Mitgliedergruppen der Hochschule, ProfessorInnen, Studierende, sowie Lehrbeauftragte, wissenschaftliche und administrative Mitarbeiter in unterschiedlicher Stärke vertreten. Daneben sind Kanzler, Rektor, Prorektor und Gleichstellungsbeauftragte stimmberechtigte Mitglieder. Forschungs- und Studiendekan haben im Senat Sitz ohne Stimmberechtigung, sofern sie niicht zu den gewählten Mitgliedern gehören. Den Vorsitz des Senats führt der Rektor. Die Amtszeit der Mitglieder dauert zwei Jahre, die Amtszeit der studentischen Mitglieder ein Jahr. Der Senat berät in Angelegenheiten von Forschung, Lehre und Studium, die die gesamte Hochschule betreffen oder von grundsätzlicher Bedeutung sind.
 

3. Hochschulrat

Der Hochschulrat der Evangelischen Hochschule TABOR begleitet die Hochschule bei ihrer Entwicklung, artikuliert die in der Berufswelt an die Hochschule bestehenden Erwartungen und fördert die Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Er berät die Hochschule in Fragen der strategischen Ausrichtung, der Akquise von Fördermitteln, der Optimierung ihrer Binnenstruktur sowie der Kooperation mit anderen Wissenschaftseinrichtungen auf nationaler und internationaler Ebene. Er hat ein Initiativrecht zu grundsätzlichen Angelegenheiten.

Dem Hochschulrat gehören sieben stimmberechtigte Mitglieder an, die durch ihre berufliche und/oder wissenschaftliche Qualifikation für eine solche Aufgabe an der Evangelischen Hochschule TABOR in Frage kommen. Der Rektor und ein Vertreter der Studien- und Lebensgemeinschaft TABOR gehören mit Sitz und ohne Stimmberechtigung zudem dazu. Die Mitglieder des Hochschulrats sind für vier Jahre im Amt.

Kooperationspartner

Weitere Informationen zu unseren Kooperations- und Netzwerkpartner finden Sie hier

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