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Lebensangst und Glaube

Reformatorische Einsichten Martin Luthers als Hilfen zum Umgang mit der Angst

Der Reformationstag hat das Schicksal, oft vor allem auf seine historischen Folgen hin befragt zu werden: Die Kirchenspaltung, das Verhältnis der Evangelischen zur katholischen Kirche, die Chancen einer Wiederannäherung der Konfessionen usw. All das ist wichtig. Und doch soll es heute nicht um diese Fragen gehen, sondern um die Fragen, die Anlass waren für die Reformation. Am Anfang stand nicht die Spaltung der Kirche, sondern eine seelsorgerliche Frage: Die Tröstung des geängstigten Gewissens. Es ging um den Umgang mit Angst. Martin Luther ist fester Bestandteil protestantischer Erinnerungskultur; oft in kämpferischer Pose, in monumentaler Gestalt, als Namensgeber für Kirchen und Gemeindehäuser. Aber auch ein anderer Luther lebt im kollektiven Gedächtnis weiter: der ängstliche erschrockene, mit dem Bösen ringende Mönch wie der angefochtene Reformator. Es ist dieses Doppelgesicht, was mich früh fasziniert hat und mich diese Frage verfolgen ließ; wie verhalten sich bei Luther Angst und Mut zueinander? Welchen Umgang hat er aus seinem Glauben heraus mit der Angst gefunden?

Marburger Institut für Religion und Psychotherapie

Das „Marburger Institut für Religion und Psychotherapie“ wurde im Jahr 2008 gegründet und ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Evangelischen Hochschule TABOR. Das Institut versteht sich als Forschungs- und Vermittlungsplattform im Begegnungsfeld von Theologie/Seelsorge und Psychotherapie/Religionspsychologie.

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