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Multioptionale Gesellschaft

Multioptionale Gesellschaft

Es gehört zu den großen Privilegien, in denen wir leben und in die wir ohne unser Zutun hineingeboren worden sind, dass wir Teil sein dürfen einer demokratisch verfassten und wirtschaftlich als Angebotsökonomie organisierten, kulturell liberalen, in ihrer Grundausrichtung offenen, m.a.W. durch politische, wirtschaftliche und religiös-weltanschauliche Freiheit geprägten und durch freiheitliche Grundsätze geprägten Gesellschaft. Viele Christen sehen eher die Gefahren einer solchen Gesellschaft; betonen die Risiken, die sich aus ihr für das Zusammenleben der Menschen und für den einzelnen ergeben. Diese Gesellschaftsformation ist ein Projekt, und wir wissen nicht, ob sie überleben wird. Aber es spricht einiges dafür, dass sie dem christlich-jüdischen Menschenbild eher entspricht als geschlossene Formationen menschlichen Zusammenlebens. Gott gibt ihm als dem Wesen, das ihm ähnlich ist, Freiheit und stellt ihn in Verantwortung hinein. Als einziges
Lebewesen, das nicht umweltgebunden und instinktgesteuert ist, kann und muss der Mensch sich zu sich selbst und seiner Welt — auch und v.a. reflexiv — verhalten. Als Orientierungswaise ist der Mensch schon anthropologisch dadurch bestimmt, dass er vor Optionen steht und Alternativen abwägen kann, sich schließlich entscheiden muss. Das schließt übrigens schon von seiner Gottesebenbildlichkeit her die Möglichkeit des Scheiterns, die Option, das Falsche zu tun, mit ein. Wer dieses Risiko beseitigen wollte, der müsste ihm die Optionen nehmen; der müsste ihm jede  Freiheit nehmen. Genau so hat der lebendige Gott, der uns in der jüdisch-christlichen Tradition entgegentritt, den Menschen aber nicht gewollt.

Tangens Institut

Wie der Name „TANGENS“ assoziieren lässt, geht es um die Berührung von zwei Größen, bei unserem Institut um den Kontakt zwischen Evangelium und sich immer weiter säkularisierender und immer pluraler werdender Lebenswelt. TANGENS ist Dienstleister für Kirchen und Freikirchen, Einrichtungen im christlichen Raum und darüber hinaus. Das Institut arbeitet unter anderem mit dem SINUS- Sozialforschungsinstitut, Heidelberg/ Berlin zusammen und versteht sich als Bindeglied zwischen empirischer Sozialforschung einerseits und christlich-kirchlichen Einrichtungen, die sich zum Ziel setzen, das Evangelium auch in unserer pluralen und hoch ausdifferenzierten Gesellschaft „allem Volk auszurichten“, also alle Menschen zu erreichen.

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