Orientierung

15.05.2019: ZEHN Jahre Hochschule!

Genau vor 10 Jahren, passend zum damaligen 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2009, hatte Tabor die staatliche Anerkennung als private Hochschule erhalten. Das hat uns in den letzten 10 Jahren viele neue Möglichkeiten eröffnet und musste gefeiert werden! Am 15. Mai 2019 gab es deshalb zum 10. Geburtstag ein „erhebendes, bewegendes, motivierendes und Segen ausstreuendes Fest“, wie es Martin Kliem hinterher beschrieb, der zusammen mit Sam Shearn für stimmungsvolle Musik sorgte: „Ausnahmslos kurzweilige und interessante oder unterhaltsame Beiträge in einer sehr abwechslungsreichen Mischung; Grußworte, (…) bei denen jede einzelne Rede wertvoll und bereichernd war; eine Atmosphäre sowohl der Wertschätzung des Bisherigen als auch des mutig Vorangehens; ein unglaublich guter Chor und eine routiniert-lockere Band … und viele leckere Häppchen und nette Menschen!“

Rektor Norbert Schmidt und der ehemalige Prorektor Christoph Rösel berichteten von den spannenden Prozessen, die von 2005-2009 bis zur Hochschulanerkennung geführt hatten. Der heutige Prorektor Frank Lüdke beschrieb Tabor als eine Hochschule, die bewusst pietistisch geprägt bleiben möchte und vom Glauben her die Welt gestalten will. Christliche Gemeinschaft und wissenschaftliches Arbeiten sollen hier eng miteinander verbunden werden, damit die Studierenden ein Segen für die Welt sein könnten.

Michael Diener, Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, lobte in einem Grußwort vor allem die innovativen Wege, die die EH Tabor in den vergangenen Jahren beschritten habe. Sie leiste mit diesen neuen Wegen einen wichtigen innerchristlichen Beitrag. „Danke, dass ihr junge und motivierte Menschen ausbildet“, fügte Diener hinzu. Der Gnadauer Verband könne „gar nicht dankbar genug sein“, Absolventen aus Tabor in seinen Kreisen zu haben. „Gnadau wäre sehr arm, wenn es eure theologischen Beiträge zu unserer Arbeit nicht gäbe“, sagte Diener außerdem mit Hinblick auf die wissenschaftliche Arbeit der Hochschule.

 

 

Die wohl größte Veränderung in den letzten 10 Jahren war 2016 der Start des Bachelor-Studiengangs „Praktische Theologie und Soziale Arbeit“. Einige dieser ersten PTSA-Studierenden, die im kommenden Jahr ihre Anerkennung als Sozialarbeiter(innen) erhalten werden, gaben beim Jubiläumsfest interessante Einblicke in ihre Erfahrungen. Darüber hinaus gab es auch schon einen Ausblick auf die Zukunftspläne der Hochschule, indem der neue Studiengang „Betriebswirtschaftslehre + Christliche Ethik“ vorgestellt wurde, der im Wintersemester 2020 starten soll.

Thorsten Dietz, Professor für Systematische Theologie in Tabor, ermutigte dazu, den „Reichtum aus vielen wunderbaren Menschen“ an der Hochschule wahrzunehmen und hoffnungsvoll in die Zukunft zu sehen. Schon Philipp Jakob Spener, Begründer des Pietismus, sei von Hoffnung erfüllt gewesen. „So kam ein neuer Protestantismus in die Welt: leidenschaftlich fromm und der Welt zugewandt.“ „Menschen können geduldig und gelassen mit der Zeit leben, wenn sie sich von etwas getragen fühlen, das stärker ist als die Zeit.“ Und wenn etwas Halt und Hoffnung gebe, dann sei es Jesus Christus.

Stefanie Otto, die im 4. Semester Praktische Theologie und Soziale Arbeit in Tabor studiert brachte das in einem Geburtstags-Gebets-Gedicht in einer Strophe so auf den Punkt:

Tabor hat Geburtstag, hipp hipp hurra

doch ohne dich, da wär’n wir nicht da

wo wir heute sind

wir sind Tabor und Tabor ist dein Kind.

Martin Kliem zog nach diesem Fest das Fazit: „Ich bin stolz und glücklich, in dieser großartigen Gemeinschaft eingebunden und mit ihr unterwegs zu sein. Und ich bin überzeugt, dass Gott durch Tabor noch sehr vieles bewegen wird!“

 
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