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Pfeiler gelingender Gemeindeleitung

Pfeiler gelingender Gemeindeleitung

Jesus möchte, dass seine Gemeinde wächst und dass Menschen in ihr ganzheitlich wachsen und reifen können. Dieser Aussage wird in christlichen Kreisen vermutlich kaum jemand widersprechen. Die Realität in Deutschland scheint nur ganz anders zu sein. Phänomene wie Kirchenaustritte, geringe Gottesdienstbesuche, wenig äußerlich sichtbares Wachstum sind dabei längst nicht nur Probleme der Landeskirchen, sondern ebenso der klassischen Freikirchen und der Gemeinschaftsbewegung (von einigen Ausnahmen abgesehen). Gemeinhin wird deshalb schon von der „postchristlichen“ Gesellschaft gesprochen. Nun gibt es eine Reihe von Erklärungsversuchen, womit das zusammenhängen und wie gegengesteuert werden könnte. Es gibt Mut machende Aufbrüche — zu wenige, aber es gibt sie. Ich möchte im Folgenden nicht auf die vielschichtigen Gründe dieser Thematik eingehen oder gar simple Methoden vorstellen, wie „man es besser macht“. Vielmehr soll der Fokus auf die besondere Rolle der Gemeindeleitung in diesem Zusammenhang gelenkt werden. Vieles, was das Wachstum von Qualität und auch Quantität in einer Gemeinde betrifft hängt von der Qualität der Gemeindeleitung ab. Wachstum geschieht immer von innen nach außen. Ein Leiter kann andere nur dahin leiten, wo er selber steht. Von wem und wie Leitung wahrgenommen wird, ist damit die erste Frage des Gemeindebaus. Nun gibt es verschiedene Formen, wie sich das gestaltet. Das darf auch so sein. Die Frage der Untersuchung ist aber, welches Grundverständnis von Gemeindeleitung das Neue Testament (hier vor allem Paulus) anlegt und ob es neben einer „Basis“ einige „Pfeiler“ gibt, auf denen eine Gemeindeleitung stehen sollte (unabhängig von Zeit und Kultur, Größe oder Denomination der Gemeinde). Mein Wunsch ist es, dass die folgenden Ausführungen einen Beitrag dazu leisten, in unseren Gemeinden neu über die Bedeutung von Leitung nachzudenken, dass sie eine Anregung für Leitungsteams darstellen, bewusst und gezielt an sich selbst zu arbeiten und Leiter zu fördern und so die Gemeinden davon profitieren, dass in ihrem innersten Kern qualitatives Wachstum geschieht.

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