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Religionen müssten tolerant sein

Können sie tolerant sein? Dürfen sie es sein?

„Religion ist gefährlich“! Ausgerechnet in einer Weihnachtsausgabe der ZEIT (2007) findet sich – quasi als liberal-intellektuelle Weihnachtsgabe – eine Abrechnung mit dem totalitären, Frieden nicht bringenden, sondern Konflikt generierenden totalitären Charakter von Religion. Ulrich Beck, einer der weltweit führenden Soziologen, formuliert ungewohnt scharf: „Die Gesundheitsminister warnen: Religion tötet. Religion darf an Jugendliche unter 18 Jahren nicht weitergegeben werden.“ Beck stimmt mit diesem Votum eher spät in einen Chor von führenden Vertretern des intellektuellen Diskurses der Bundesrepublik ein. Ganz gleich ob Martin Walser oder Odo Marquard, Jan Assmann oder Peter Sloterdijk, Ulrich Beck oder Hans Albert. Sie alle fokussieren vor allem die im Westen am weitesten verbreiteten monotheistischen Religionsformen und heben ihre Gefahr für das gesellschaftliche Zusammenleben wie die internationalen Beziehungen hervor. Religion ist zwar nicht die Allein- und Hauptursache für Konflikte, aber ihre metaphysisch aufgeladenen Geltungsansprüche wirken wie Brandbeschleuniger etwa in ethnisch angelegten Konfrontationen. Sie wirken trennend und ausgrenzend, wo in einer globalen Weltrisikogesellschaft Integration und Toleranz als Leitkonzepte gelten.

Tangens Institut

Wie der Name „TANGENS“ assoziieren lässt, geht es um die Berührung von zwei Größen, bei unserem Institut um den Kontakt zwischen Evangelium und sich immer weiter säkularisierender und immer pluraler werdender Lebenswelt. TANGENS ist Dienstleister für Kirchen und Freikirchen, Einrichtungen im christlichen Raum und darüber hinaus. Das Institut arbeitet unter anderem mit dem SINUS- Sozialforschungsinstitut, Heidelberg/ Berlin zusammen und versteht sich als Bindeglied zwischen empirischer Sozialforschung einerseits und christlich-kirchlichen Einrichtungen, die sich zum Ziel setzen, das Evangelium auch in unserer pluralen und hoch ausdifferenzierten Gesellschaft „allem Volk auszurichten“, also alle Menschen zu erreichen.

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