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Rückkehr oder Aus-Kehr der Religion?

Christlicher Glaube braucht die Kritik der Religion, aber nicht die von Richard Dawkins

Während der kirchenamtliche Protestantismus noch die Wiederkehr der Religiosität ausmacht und sich in einem gewandelten Meinungs-Klima Chancen für christliche Religion ausrechnet, gibt es bereits seit längerem eine sich lautstark und rhetorisch geschickt artikulierende, akademisch verstärkte Gegenbewegung, die sich als Speerspitze einer neuen Aufklärung versteht. Der für das Überleben der Menschheit notwendige Fortschritt von Wissenschaft und Humanität ist nur möglich, wenn Religion eliminiert wird. Der 1941 geborene, bekannte Evolutionsbiologe Richard Dawkins
gehört mit seinem 2007 in Deutschland bei Ullstein mittlerweise in 7. Auflage erschienenen Buch „Der Gotteswahn“ in die erste Reihe der kontinentaleuropäischen und angloamerikanischen Philosophen und Wissenschaftler, die sich im Namen der Vernunft dezidiert kritisch und in destruktiver Absicht mit Religion auseinandersetzen, v.a. mit dem Christentum, aber vermehrt auch mit dem Islam. Dawkins Streitschrift ist darum keine Stimme gegen den Strom, sondern vielmehr Repräsentant einer Gegenströmung, die in Zukunft die Aufmerksamkeit derer, die ein ernsthaftes
und nicht nur gefühltes Interesse an Religion haben, fordern wird.

Tangens Institut

Wie der Name „TANGENS“ assoziieren lässt, geht es um die Berührung von zwei Größen, bei unserem Institut um den Kontakt zwischen Evangelium und sich immer weiter säkularisierender und immer pluraler werdender Lebenswelt. TANGENS ist Dienstleister für Kirchen und Freikirchen, Einrichtungen im christlichen Raum und darüber hinaus. Das Institut arbeitet unter anderem mit dem SINUS- Sozialforschungsinstitut, Heidelberg/ Berlin zusammen und versteht sich als Bindeglied zwischen empirischer Sozialforschung einerseits und christlich-kirchlichen Einrichtungen, die sich zum Ziel setzen, das Evangelium auch in unserer pluralen und hoch ausdifferenzierten Gesellschaft „allem Volk auszurichten“, also alle Menschen zu erreichen.

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