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Spiritualität: Bewältigungshilfe oder ideologischer Fanatismus?

Umgang mit religiös-spirituellen Ressourcen und Bedürfnissen in der Psychotherapie

Zusammenfassung: Religiöse und spirituelle Überzeugungen können sowohl zu Fanatismus und Extremismus führen als auch eine wichtige Ressource bei der Bewältigung psychischer Störungen sein. Sie besitzen neben ihren verführerischen Aspekten ein Heilungspotenzial, das nicht zu nutzen unprofessionell wäre. Jeder Mensch durchlebt existenzielle Krisen und muss Sinnfragen beantworten, die sowohl religiös als auch säkular beantwortet werden können. Eine kultursensible Psychotherapie erfordert Grundkenntnisse über aktuelle Religionen und Weltanschauungen und macht die Reflexion und Sprachfähigkeit über die eigene Sinnorientierung notwendig. In der Behandlung ist zu unterscheiden, ob Spiritualität Teil des Problems ist oder zur Lösung beitragen kann. Ob spirituelle Interventionen in einer psychotherapeutischen Behandlung zum Einsatz kommen können, ist umstritten und sollte sorgfältig im Einzelfall geprüft werden.

Marburger Institut für Religion und Psychotherapie

Das „Marburger Institut für Religion und Psychotherapie“ wurde im Jahr 2008 gegründet und ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Evangelischen Hochschule TABOR. Das Institut versteht sich als Forschungs- und Vermittlungsplattform im Begegnungsfeld von Theologie/Seelsorge und Psychotherapie/Religionspsychologie.

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