Orientierung

M.A. Evangelische Gemeindepraxis

Studieninformationstage

Sie können die EH TABOR und das Studium live an einem unserer Studieninformationstage kennenlernen.

Konzeption

Der M.A. Evangelische Gemeindepraxis …

  • erweitert und vertieft die in einem B.A.-Studium und Berufspraxis oder in einer entsprechenden Ausbildung und Berufspraxis erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen.
  • kann nur berufsbegleitend absolviert werden.
  • ist anwendungsorientiert.
  • kann als M.A.-Abschluss bei einer Tätigkeit im Ausland für die Bewilligung eines Visums ausschlaggebend sein.

Im Mittelpunkt stehen für eine gelingende Berufspraxis relevante Aspekte

  • Reflexion eigener Berufserfahrung und Vergewisserung der beruflichen Identität
  • Vertiefung praktisch-theologischer Grundlagen
  • Erweiterung der Kompetenzen in verschiedenen Praxisfeldern

 Das Studium

  • fördert die persönliche Entwicklung.
  • stärkt die Integration von geistlichem Leben und Dienst.
  • erweitert die Kompetenzen im Bereich Leiterschaft und Führung.

 Die einzelnen Module…

  • vermitteln aktuelle fachliche und praxisorientierte Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden.
  • verbinden biblische, historisch-systematische und praktische Theologie.
  • befähigen zu einer praxisbezogenen theologischen Arbeit.
  • werden teilweise durch Kleingruppen zur kollegialen Beratung vertieft
  • fördern verantwortliches Handeln in Kirche und Gesellschaft.

Alle Module des Studiengangs können zur individuellen Weiterbildung auch einzeln belegt werden.
Hier finden Sie eine Aufstellung der Module.

Inhalt und Ablauf des Studiums

Der M.A. Ev. Gemeindepraxis…

  • ist ein Weiterbildungs-Studiengang.
  • wird berufsbegleitend absolviert (Blockseminare).
  • umfasst 4-6 Semester mit insgesamt 60 CP.

Aufteilung der 60 Creditpunkte (CP):

  • 36-38 CP: Sechs Module mit je 6 oder 8 CP.
  • 6-8 CP: Ein Praxisprojekt, das in Verbindung mit einem anderen Modul durchgeführt wird.
  • 16 CP: Masterarbeit, die sich an praktischen Problemen orientiert.

Die Module

Alle Module des Studiengangs können zur individuellen Weiterbildung auch einzeln belegt werden.

Die Anmeldung zu den Modulen ist hier möglich.

Inhalte

Das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen wird immer wieder durch Vorurteile, Ängste und Aggressionen bestimmt. In diesem Modul sollen daher vorhandene Grundkenntnisse zum Islam vertieft und eine verallgemeinernde Sichtweise durch verschiedene Islaminterpretationen wie Traditionalismus, islamischer Feminismus, Islamismus, Neosufismus u.a. hinterfragt und differenziert werden. Vor diesem Hintergrund soll das Verständnis für die zentralen theologischen Kontroversen (islamisches und christliches Gottesverständnis, Schriftverständnis und Anthropologie) vermittelt werden. Dabei liegt ein
Schwerpunkt auf ihrer Bedeutung für den Dialog mit Muslimen und die Diskussion verschiedener Zugänge zur praktischen Kommunikation zwischen Christen und Muslimen.

Lehrende

  • Prof. Dr. Roland Werner

Termine

  • 16.-18.10.2018 
  • 12.-14.12.2018
  • 26.-28.02.2019 

Weitere Hinweise

  • Das Modul kann sowohl für den M.A. Ev. Theologie (8 CP) und für den M.A. Ev. Gemeindepraxis (6 CP) angerechnet werden als auch zur individuellen Weiterbildung belegt werden.
  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… in den jeweiligen Modulhandbüchern.

Inhalte

Apologetik ist die rationale Verteidigung und Begründung des christlichen Glaubens im Gespräch mit Skeptikern und Fragenden.

„Darf man das?“, fragt die Dogmatik. (Oder biedert man sich damit nicht der weltlichen Vernunft an?)

„Geht das?“, fragt die Postmoderne. (Wie will man noch überzeugen, wenn Rationalität nicht mehr als verbindlich gilt?)

„Bringt es das?“, fragt der missionarische Praktiker. (Müssen nicht die besten Argumente trotzdem verpuffen?)

Warum die Antwort auf alle drei Fragen „Ja“ ist und wie sich das in der Gesprächspraxis niederschlägt, zeigt diese Lehrveranstaltung. Apologetik heute muss eben nicht belehrend oder verkopft wirken, sie kann sensibel, demütig und anschaulich sein — und in alledem zugleich den Glauben plausibel machen. Ihre Reichweite ist begrenzt — fast niemand kommt allein durch Argumente zum Glauben. Aber ihre Notwendigkeit ist ungebrochen. Wer aus ehrlicher Skepsis heraus Anfragen an den Glauben richtet, erwartet (und verdient!) durchdachte Antworten.

Zur Lehrveranstaltung gehört daher das Lernen von klassischen und aktuellen Entwürfen, vor allem aber die Einübung ins gewinnende Argumentieren selbst. Dazu gehört das Ausprobieren des Gelernten im Kurs sowie im Gespräch mit Fragenden im eigenen Umfeld.

Lehrende

  • Prof. Dr. Matthias Clausen

Termine

  • 2 Modulblöcke à 3 Tagen im Sommersemester 2019
  • Die genauen Termine werden bis Anfang 2018 bekannt gegeben

Weitere Hinweise

  • Das Modul kann sowohl für den M.A. Ev. Theologie (8 CP) und für den M.A. Ev. Gemeindepraxis (6 CP) angerechnet werden als auch zur individuellen Weiterbildung belegt werden.
  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… in den jeweiligen Modulhandbüchern.

 

„Fresh Expressions of Church“ sind ursprünglich ein Import aus der anglikanischen Kirche: Der Bericht „Mission-Shaped Church“ von 2004 („Mission bringt Gemeinde in Form“) thematisiert erstmals aus kirchenleitender Sicht die Chancen und theologische Logik „frischer“ Ausdrucksformen von Kirche. Das neu Entstandene wird dabei gerade als legitimer Teil der Gesamtkirche und als missionarische Chance verstanden.

Längst ist der Begriff in Deutschland heimisch geworden; das deutsche „Netzwerk Fresh X“ etwa begreift sich als Impulsgeber und Vernetzungsplattform neuer Ausdrucksformen von Kirche in Landes- und Freikirchen. Dieses Modul setzt bei Theorie und Praxis solcher neuen Gemeindeformen an, vermittelt Impulse für die eigene Gemeindearbeit und verknüpft beides zugleich mit der weiter gefassten Frage nach dem, was Gemeinde und Kirche systematisch-theologisch ausmacht. Dazu gehört die Diskussion klassischer und neuerer Ekklesiologien.

Lehrende

Termine

  • 26.-28.09.2017
  • 01.-03.11.2017
  • 09.-11.01.2018

Das Modul leitet zu einer ausgewogenen Sicht des missionswissenschaftlichen Konzepts einer „ganzheitlichen“ oder „integralen“ Mission an. Dabei werden in einem ersten Schwerpunkt theologische Grundlagen und historische Entwicklungen untersucht. Kritische Anfragen im Blick auf die Zuordnung und Gewichtung von Evangelisation als Wortzeugnis und sozialpolitischem Engagement als Tatzeugnis werden bedacht. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Beschäftigung mit neueren Konzepten aus dem Bereich Entwicklungshilfe (Transformation, Community Development, partizipatorische Entwicklungshilfe) sowie mit aktuellen Themen ganzheitlicher Mission (z. B. Micah-Challenge, Lausanner Kongress 2010).

Studierende sollen befähigt werden, die verschiedenen Ebenen sozialen und politischen Engagements im Rahmen christlicher Mission zu verstehen, missionstheologisch eine eigene Position zu formulieren und ihre eigene Missionspraxis danach auszurichten.

Lehrende

Termine

  • 06.-08.03.2018
  • 02.-04.05.2018
  • 12.-14.06.2018

In der Geschichte des Christentums sind immer wieder gemeinsame Formen geistlichen Lebens und der Begleitung desselben entwickelt worden. Klassische Übungen der Meditation und Kontemplation wurden lange Zeit im monastischen Kontext gemeinschaftlich eingeübt bzw. etwa in der Form ignatianischer Exerzitien Christen angeboten. Exerzitien und Formen „geistlicher Begleitung“ erleben seit einiger Zeit vermehrte Aufmerksamkeit. In diesem Seminar werden grundlegende Kenntnisse traditioneller und heutiger Vollzugsformen kontemplativen und spirituellen Lebens vermittelt. Von dieser Vermittlung ist die individuelle Aneignung und Erprobung solcher Wege nicht zu trennen. Information über klassische Wege und Einsichten, eigene Erfahrung und gemeinsame Reflexion von Inhalten und Vollzügen sind im geistlichen Leben wie in der spirituellen Theologie aufeinander angewiesen und werden in diesem Seminar miteinander verbunden. Neben den
Praxisformen „Geistliche Begleitung“ und „Exerzitien“ liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Theorien und Begleitungsformen im Blick auf die Bewältigung geistlicher Krisen und dem Verständnis spirituellen Wachstums.

Lehrende

Termine

  • 22.-25.11.2018
  • 23.-24.02.2019 

Inhalte

Wie erreichte der Missionar Paulus ganze Regionen mit dem Evangelium? Er pflanzte in den großen Städten lebendige Gemeinden. Städtische Ballungszentren beeinflussten schon immer ihr Land in wirtschaftlicher, kultureller und auch geistiger Hinsicht. Im postmodernen und postchristlichen Europa des 21. Jahrhunderts ist das nicht anders. Es ist also eine missionarische Schlüsselfrage, ob Kirche zur Stadt findet und dort auf eine lebendige kontextrelevante Weise stattfindet.

Das Modul bereitet darauf vor, die sozialen, geistigen und missionarischen Herausforderungen der Städte zu verstehen und Antworten zu finden, wie Gemeindebau in urbaner und postmoderner Wirklichkeit heute gelingen kann.

Im Mittelpunkt stehen folgende Inhalte:

Urban Studies: Stadtforschung, Stadtsoziologie und missionarische Konsequenzen von Urbanisierung und Urbanisation

Sozialraum- und Kontextanalyse: Praxistools kennen lernen und anwenden („eine Stadt lesen“); soziale Fragen im urbanen Kontext: Armut, Exklusion, Segregation, Multikulturalität und Multireligiosität; Milieustudien und die Pluralität von Lebensentwürfen: Sinusmilieustudie und Microm-Daten kennen lernen und für das eigene Umfeld anwenden; postmoderne Lebenswelten entdecken: Fragmentierung des Lebens in urbanen Kontexten (MükkE als Praxiskon-zept Milieu überschreitenden kirchlichen Handelns); Urban Ministry: Wege zur Stadt — Wege zu den Menschen (missionale Handlungsansätze für die eigene Praxis erarbeiten); Modelle missionarischen Gemeindebaus im urbanen und postmodernen Umfeld reflektieren: fresh expressions of church, emerging church, missionale Gemeindebauansätze für etablierte Gemeinden, usw.

Als praktischer Nutzen des Moduls steht am Ende eine umfangreiche Analyse eines selbst gewählten Kontextes sowie eine Fülle daraus erarbeiteter missionaler Handlungsansätze.

Lehrende

Termine

  • 06 — 08. April 2017 in Marburg
  • 15. — 17. Mai 2017 in Marburg
  • 19. — 21. Juni 2017 in Hamburg (Ort und Übernachtungsmöglichkeit werden noch bekanntgegeben)

Weitere Hinweise

  • Das Modul kann sowohl für den M.A. Ev. Theologie (8 CP) und für den M.A. Ev. Gemeindepraxis (6 CP) angerechnet werden als auch zur individuellen Weiterbildung belegt werden.
  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… in den jeweiligen Modulhandbüchern.

 

Kann man Glauben lernen? Oder was genau lässt sich am Glauben lernen? Glaubenskurse haben in den letzten Jahren eine beeindruckende Karriere hinter sich, angefangen von den ersten neueren Modellen in den 1970er-Jahren zur internationalen Verbreitung des Alpha-Kurses bis hin zur „Missionarischen Bildungsinitiative“ seit 2011, mit der Glaubenskurse auch im landeskirchlichen Raum in Deutschland bekannter wurden. Typisch für viele Glaubenskurse ist ein prozesshaftes Verständnis von Evangelisation: Zum Glauben einladen heißt Weg-Begleitung über längere Zeit. Denn Glaubensbiographien bestehen selten nur aus punktuellen (Damaskus-)Erlebnissen, sondern oft aus längeren (Emmaus-) Wegen.

Dieses Modul stellt die wichtigsten gängigen Kurs-Modelle vor und gibt Hilfen zu ihrer Einordnung: Welche Theologie bestimmt das Modell? Für welche Zielgruppe, welches gesellschaftliche Milieu ist es besonders geeignet? Was ist bei seiner Umsetzung in einer Gemeinde zu beachten? Zudem hilft das Modul bei der Einübung in die Praxis: Glaubensinhalte elementar und kontextsensibel zu vermitteln, das kann man lernen. Liturgische Formen, um die Antwort im Glauben erlebbar zu machen, lassen sich vorab theologisch reflektieren und seelsorglich sensibel gestalten.

Lehrende

Inhalte

Gottesdienst und Predigt sind zentral für die evangelische Gemeindepraxis. Ihre gesellschaftliche Kontexte wandeln sich jedoch stetig: Dazu gehören Entkirchlichung, Medialisierung sowie das postmoderne Bedürfnis nach aktiver Teilhabe und authentischer Begegnung. Wie können Gottesdienst und Predigt unter diesen Bedingungen aussehen?

Hier hilft zum einen die Klärung von Grundfragen: Wodurch wird Gottesdienst eigentlich evangelisch? Wodurch wird Predigt schriftgemäß und christuszentriert? Was können wir hier etwa von der klassischen Auslegungspredigt lernen?

Zum anderen lohnt der Blick auf aktuelle Entwicklungen: Neue und alternative Gottesdienstformen sind inzwischen erprobt und reflektiert, z.B. Gottesdienste für Entkirchlichte (seeker services) und für ein postmodernes Umfeld (emerging churches). Neue Homiletiken schärfen den Blick für das Geschehen zwischen Prediger und Predigthörer und erweitern das Repertoire an Redeformen.

Wichtiger Bestandteil des Moduls sind Übungen zur Gottesdienstgestaltung und zur Verbesserung der eigenen Predigtpraxis.
 

Lehrende

  • Prof. Dr. Matthias Clausen
  • u.a.

Termine

  • 18.-20.09.2018
  • 20.-22.11.2018
  • 15.-17.01.2019 

Weitere Hinweise

  • Das Modul kann sowohl für den M.A. Ev. Theologie (8 CP) und für den M.A. Ev. Gemeindepraxis (6 CP) angerechnet werden als auch zur individuellen Weiterbildung belegt werden.
  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… in den jeweiligen Modulhandbüchern.

Mentoring und Coaching sind wichtig, um Menschen ziel- und lösungsorientiert zu fördern und zu begleiten. Das Modul führt in Persönlichkeitstheorien und Analyseinstrumente aus dem Bereich der Personalentwicklung ein, deren Anwendung den Studierenden hilft, mit undurchsichtigen oder ungenauen Rollenerwartungen fertig zu werden, zwischen verschiedenen Interessengruppen zu vermitteln und persönliche oder systemische Konflikte zu lösen. Als Mentoren können die Studierenden ihre Mentoranden in Klärungs- und Lösungsprozessen unterstützen. Außerdem können sie sowohl für sich
selbst als auch für ihre Mentoranden eine gesunde Work-Life-Balance entwickeln.

Im Mittelpunkt des Moduls stehen folgende Inhalte: pastoraltheologische Einführung in die Kernkompetenzen und -aufgaben des Mentors im Kontext hauptamtlichen Dienstes in einer postmodernen Gesellschaft; Mentoringprozesse und Coachingkonzepte; Situatives Führen (nach Blanchard); Big-Five-Persönlichkeitsmodell als Beispiel für Modelle der Persönlichkeit; Einführung in die Psychologie personaler Konstrukte; Analyseinstrumente für Biografie, Familiengeschichte, Fähigkeiten und Werte als Grundlage für eine individuelle Lebens- und Berufsplanung; systemische/lösungsorientierte Beratung; sozialpsychologische Rollentheorien; spezifische Probleme beruflicher Rollen in Non-Profit-Organisationen; psychodramatische Annäherung an Rollenkonflikte, Rollenstrategien für Hauptamtliche; Konflikt- und Stressbewältigung; Burn-out-Prophylaxe, Konfliktbewältigung und Mediation.

Lehrende

Termine

  • 10.-12.10.2017
  • 14.-16.11.2017
  • 12.-14.12.2017
  • 23.-25.01.2018

Das Praxisprojekt ist ein verpflichtender Bestandteil des Studienganges M.A. Ev. Gemeindespraxis. Es wird in Verbindung mit einem Modul aus dem Wahlpflichtbereich 2 durchgeführt und bezieht sich auf das mit dem Thema des Moduls bezogene Handlungsfeld. In der Durchführung und Auswertung des Praxisprojektes arbeiten Hochschule und Praxisstellen eng zusammen und tragen Verantwortung dafür, dass das professionelle Handeln in diesem Feld vertieft und reflektiert werden kann. Im Mittelpunkt des Projektes steht das exemplarische Lernen im Rahmen einer definierten und begrenzten Praxisaufgabe.

Für die Genehmigung des Projektes muss ein Exposé erstellt werden, aus dem Ziel und Umfang des Projektes erkennbar werden. Der Projektbericht wird in den Leistungsnachweis des Moduls integriert, auf das sich das Praxisprojekt bezieht (der hier angegebene Umfang ist deshalb zu dem Umfang des LNW des Moduls zu addieren). Der Bericht soll erkennen lassen, dass die Studierenden in der Lage sind, Studium und eigene Berufspraxis zu verbinden und insbesondere die in dem verbundenen Modul erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen in der Praxis anwenden können. Er umfasst in jedem Fall die Zielformulierung des Projektes, Darstellung und Erläuterung der Arbeits- und Vorgehensweise sowie der Ergebnisse.

Die Bewertung der Arbeit gilt als Note für das betreffende Modul und für das Praxisprojekt.

Das Praxisprojekt in Verbindung mit dem Modul „Mentoring und Coaching“ wird mit 6 CP und 180 h Workload gewichtet, da dieses Modul bereits größere Praxisteile umfasst.

Inhalte

Das Begegnungsfeld von Religion und Psychotherapie ist interessant und hochkomplex, gerade weil dort verschiedene Wissenschaftskulturen (z.B. Theologie als Geisteswissenschaft und Psychologie als Natur-/Sozialwissenschaft) aufeinandertreffen. Für das akademische Studium und den damit verbundenen  interdisziplinären Dialog ist es daher unabdingbar, wissenschaftstheoretische Grundlagen dieser Disziplinen zu kennen und über die Grundfertigkeiten wissenschaftlichen Arbeitens zu verfügen:

  • Wissenschaftliche Recherche zu Literatur und Internetquellen
  • Erarbeitung wissenschaftlicher Texte
  • Zitierweisen wissenschaftlicher Literatur
  • Entwicklung von wissenschaftlichen Problem- und Fragestellungen
  • Erstellung und Aufbau einer wissenschaftlichen Hausarbeit
  • Einführung in einen wissenschaftlichen Schreibstil

Um das Propädeutikum anschaulich und auch inhaltlich gewinnbringend für den Studiengang zu gestalten, werden die einzelnen Teilschritte wissenschaftlichen Arbeitens anhand ausgewählter Themenstellungen und Textbeispiele eingeübt. So könnte beispielsweise der Fokus auf psychologische bzw. theologische Aspekte von Gebet oder Dankbarkeit liegen, der die inhaltliche Klammer für die formalen wissenschaftlichen Einzelfertigkeiten bildet. Für dieses Thema wären dann beispielsweise eine wissenschaftliche Bibliographie zu erstellen, eine Fragestellung zu entwickeln und eine Gliederung bzw. ein Blitzexpose zu erstellen. Abschließend ist eine kleine Schreibaufgabe anzufertigen mit Augenmerk auf einer korrekten wissenschaftlichen Sprache.
Zielgruppen:

  • Studierende, die zu Beginn des Studiums eine Hinführung zum wissenschaftlichen Arbeiten benötigen
  • Studierende, die Schwierigkeiten mit der Erstellung von Hausarbeiten haben
  • Studierende, die vor der Masterarbeit ein Auffrischung wissenschaftliche Arbeitsschritte wünschen

Lehrende

  • Prof. Dr. Henning Freund
  • Prof. Dr. Thorsten Dietz

Termine

  • 21.-24.09.2017

Kosten

  • bei Belegung als Weiterbildungsseminar: 260 €

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… im Modulhandbuch MA „Religion und Psychotherapie“

In diesem Modul werden vorhandene Kenntnisse in Seelsorge vertieft und erweitert. Ausgehend von einer biblischen Anthropologie wird eine gründliche und reflektierte Kenntnis seelsorgerlicher Konzepte vermittelt, die Beispiele aus unterschiedlichen Zeiten berücksichtigt. Die Beziehung von Psychotherapie und Seelsorge, Abgrenzungen und Ähnlichkeiten zu wissenschaftlich anerkannten Beratungsverfahren und die Einbeziehung von humanwissenschaftlichen Erkenntnissen aus Psychologie und Medizin werden erarbeitet. Dazu kommt eine tiefer gehende Reflexion der eigenen Persönlichkeit und des eigenen Verhaltens in seelsorgerlichen Gesprächsprozessen, nicht zuletzt zur besseren Wahrnehmung von Grenzen und zur Psychohygiene der Seelsorger selbst.

Einen Schwerpunkt bilden Herausforderungen durch existenzielle Krisen wie Tod, Krankheit und Leid sowie phasenspezifische Herausforderungen in der Seelsorge wie etwa im Alter und in der Jugend. Im Vordergrund steht jedoch die Bedeutung der Seelsorge für die ganzheitliche Entwicklung von Personen und Gemeinschaften: Die Vertiefung und Förderung von Beziehungen auf allen Ebenen – zu Gott, anderen und zu sich selbst – spielt eine zentrale Rolle, mit dem
Ziel, dass Seelsorge den zwischenmenschlichen Umgang in der Gemeinde, in Partnerschaft und Familie, Beruf und Freizeit positiv beeinflussen kann.

Das Seminar zielt auf die seelsorgerliche Berufspraxis hauptamtlicher Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter im gemeindlichen Kontext.

Lehrende

Termine

  • 16.-19.04.2018
  • 25.-26.05.2018
  • 07.-09.06.2018

Inhalte

Schlagworte wie Mystik und Spiritualität erfahren gegenwärtig große Aufmerksamkeit – weit über die Grenzen des kirchlichen Christentums hinaus. Vor allem die große Anziehungskraft östlicher Spiritualität macht Mystik zu einem viel diskutierten Thema, nicht zuletzt in therapeutischen und klinischen Zusammenhängen. In dieser Gesprächslage kommt es zunächst darauf an, jenseits einer unreflektierten Vereinnahmung spiritueller Vollzüge in therapeutische/seelsorgerliche Prozesse Grundkenntnisse der christlichen Frömmigkeitsgeschichte zu erwerben. In diesem Themenmodul sollen wesentliche Vertreter vor allem christlicher Spiritualität vorgestellt werden. Der Einblick in ihre geistliche Praxis soll dabei sowohl der Reflexion hinsichtlich der eigenen Frömmigkeitspraxis als auch der Gesprächsfähigkeit auf dem gegenwärtigen religiösen Markt der Möglichkeiten dienen. Der Sinn spiritueller Übungen und Interventionen soll im Blick auf ihre Bedeutung für seelische Gesundheit und Reife verstanden und ansatzweise erprobt und erfahren werden. Folgende Themen werden dabei vertiefend behandelt:

- Die Renaissance klassischer Formen christlicher Spiritualität (Pilgern, Schriftmeditation, Kontemplation)

- Elemente fernöstlicher Religionen (Yoga, Meditation, „Nur-Sitzen“, Achtsamkeit)

- Spiritualität in der Therapie (z. B. Meditationsformen in der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion)

- Kontemplative Praxis der Tradition (Wüstenväter, östliches und westliches Mönchtum)

- Evangelische Frömmigkeitspraxis, Schriftmeditation und Erfahrung der Anfechtung bei Luther

- Ignatianische Exerzitien; Bewältigung geistlicher Krise und Unterscheidung der Geister

Lehrende

  • Prof. Dr. Thorsten Dietz
  • Prof. Dr. Nahamm Kim

Termine

  • 07.-10.12. 2016
  • 14.-15.01. 2017

Weitere Hinweise

  • Das Modul kann sowohl für den M.A. Ev. Theologie (8 CP),  für den M.A. Ev. Gemeindepraxis (6 CP) und für den M. A. Religion und Psychotherapie (6 CP) angerechnet werden als auch zur individuellen Weiterbildung belegt werden.
  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… in den jeweiligen Modulhandbüchern.

Die großen Entwürfe systematischer Theologie des 20. Jahrhunderts prägen unser theologisches Denken bis heute – ob in der Identifikation und Weiterführung oder auch in der relativierenden Abgrenzung. Dieses Modul stellt wesentliche und prägende Theologien des letzten Jahrhunderts vor und regt zur vertieften Auseinandersetzung an. Themen sind u.a. die Entwürfe von Karl Barth, Emil Brunner, Dietrich Bonhoeffer, Rudolf Otto und Wolfhart Pannenberg. Das Seminar kann in englischer Sprache angeboten werden.

(Continental European Theology in the 20th century covers a fascinating world of theological thinking. The major theological proposals of this era continue to be influential today, shaping current and future debates. Thus, in this class, we will take an in-depth look at the theologies of Karl Barth, Emil Brunner, Dietrich Bonhoeffer, Rudolf Otto, and Wolfhart Pannenberg, among others.

This seminar can also be offered in German.)

Lehrende

Termine

  • 28.02.-02.03.2018
  • 10.-12.04.2018
  • 28.-30.05.2018

In diesem Modul wird missionstheologisches Überblickswissen vermittelt und anhand aktuell ausgewählter Schwerpunkte gezielt vertieft. Neben der Erarbeitung unterschiedlicher missionstheologischer Entwürfe geht es immer auch um die Reflexion der eigenen missionarischen Praxis.

Das Seminar kann in englischer Sprache angeboten werden.

(Mission Studies as theological discipline was first established by Alexander Duff in Edinburgh in 1864. In 1896, Gustav Warneck occupied the first chair of mission studies in Halle, Germany. In this class, we concentrate on some of the major contributors for clarifying the theological foundations for a Christian understanding of mission in the 20th and 21st century, including German missiologists from Gustav Warneck to Henning Wrogemann, and British voices like Lesslie Newbigin and Andrew Walls.

The seminar can also be offered in German.)

Lehrende

Modultermine

Eine Übersicht über die Termine der einzelnen Module finden Sie hier. In der Regeln werden die Module im 2-Jahres Rythmus angeboten.

Kosten

Informationen zu weiteren Stipendien gibt der Stipendienlotse der Bundesregierung.

Als berufsbegleitende Weiterbildung können der Studiengang oder einzelne Module durch die Bildungsprämie gefördert werden. Die Bildungsprämie wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. Weitere Informationen dazu stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung oder Sie besuchen www.bildungspraemie.de.

Die Kosten für den Studiengang werden jeweils pro Creditpunkt (CP) berechnet:

Module mit Präsenzunterricht 105,00 €/CP
Module ohne Präsenzzeit (Masterarbeit, Praxisprojekt) 60,00 €/CP
Anerkennung externer Leistungen 20,00 €/CP

Dazu kommt die in jedem Semester fällige Immatrikulationsgebühr

bei bis zu 12 CP/Semester 65,00 €
bei mehr als 12 CP/Semester 130,00 €

Beispiel:

Teilzeitstudium in 6 Semestern, Immatrikulationsgebühr insgesamt 390 €
6 Module mit Präsenzunterricht, insgesamt 36 CP 3.780 €
Praxisprojekt, 8 CP 480 €
Masterarbeit, 16 CP 960 €
Gesamtkosten 5.610 €

Die Kosten umfassen alle studienbezogenen Gebühren, ohne Unterkunft und Verpflegung während der Blockveranstaltungen.

Wenn nur einzelne Module belegt werden, werden anstelle der Immatriukulationsgebühr Verwaltungskosten in Höhe von 65 € / Modul erhoben.

Bei wem?

Lehrende des Studiengangs M.A. Ev. Gemeindepraxis

Studienvoraussetzungen

 Variante 1:

  • B.A. in Theologie mit mindestens 240 Creditpunkten (= 4 Studienjahre).
  • einschließlich einer Sprachprüfung in Griechisch (diese kann ggf. auch an der EH Tabor abgelegt werden).
  • mit einer Gesamtnote von 2,5 oder besser abgeschlossen.
  • eine anschließende Berufspraxis von mindestens zwei Jahren.

Weitere Regelungen:

  • Bei einer Gesamtnote unter 2,5 muss eine Eignungsprüfung absolviert werden.
  • Wenn der vorausgehende B.A. weniger als 240 CP umfasste, muss eine mind. zweijährige Berufspraxis vor der ersten Modulbelegung nachgewiesen werden. Außerdem muss eine Eignungsprüfung absolviert werden
  • An der EH Tabor kann auch eine vorbereitende Qualifizierung erfolgen (inkl. Eignungsprüfung).

Variante 2:

  • Fachhochschulzugangsberechtigung nach § 54 des Hessischen Hochschulgesetzes.
  • Berufsausbildung im theologisch-religionspädagogischen Bereich und eine anschließende mehrjährige Berufspraxis in einer entsprechenden Tätigkeit
  • Nachweis von Kenntnissen des neutestamentlichen Griechisch
  • Bestehen einer Eignungsprüfung, die Kenntnisse und Kompetenzen eines B.A.-Absolventen voraussetzt

Studienbewerber sollen bereit sein, das Theologische Profil der Evangelischen Hochschule TABOR zu respektieren.

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