Gruppe 2

Module der M.A.-Studiengänge / Weiterbildung

Übersicht

Hier finden Sie eine Übersicht über die M.A. Module und die für die Weiterbildung einzeln buchbaren Module.

Die Anmeldung zu den Modulen finden Sie hier.

M.A. Evangelische Gemeindepraxis
M.A. Evangelische Theologie
M.A. Religion und Psychotherapie
Christlicher Glaube in der Begegnung mit dem Islam 6 CP 8 CP
Einladend argumentieren — Einübung ins apologetische Gespräch 6 CP 8 CP
Fresh Expressions und das Wesen der Kirche 6 CP
Ganzheitliche Mission 6 CP 8 CP
Geistliche Übungen und Theologie der Spiritualität 6 CP 8 CP
Gemeindebau in urbaner und postmoderner Wirklichkeit 6 CP 8 CP
Glaubenskurse 6 CP 8 CP
Gottesdienst und Predigt heute 6 CP 8 CP
Mentoring und Coaching 6 CP 8 CP
Praxisprojekt Mentoring und Coaching 6 CP
Propädeutikum – Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
Seelsorge als Lebensbegleitung 6 CP 8 CP
Spiritualität: Formen und Praxis religiösen Lebens 6 CP 8 CP 6 CP
Systematische Theologie: Namhafte Entwürfe des 20. Jahrhunderts 8 CP 8 CP
Theologie der Mission 8 CP 8 CP
Biblische Theologie 8 CP
Interdisziplinäres Themenmodul 8 CP
Theologische Kenntnisse und Kompetenzen erweitern 8 CP
Anwendungs- und Problemfelder: Aktuelle Trends in Psychotherapie und Seelsorge 4 CP
Anwendungs- und Problemfelder: Das religiöse Erleben psychisch Kranker 4 CP
Anwendungs- und Problemfelder: Einführung in die Planung, Durchführung und Auswertung empirischer Studien 4 CP
Anwendungs- und Problemfelder: Interdisziplinäres Fallseminar 4 CP
Anwendungs- und Problemfelder: Islam und Psychotherapie 4 CP
Anwendungs- und Problemfelder: Östliche Spiritualität und Buddhismus 4 CP
Anwendungs- und Problemfelder: Religion und Gesundheit 4 CP
Anwendungs- und Problemfelder: Seelsorge und Psychotherapie im interkulturellen Kontext 4 CP
Anwendungs- und Problemfelder: Vergebung als religiöser und therapeutischer Prozess 4 CP
Klinisch-Psychologische Grundlinien für Theologen 6 CP
Psychotherapie und Religion – Grundbegriffe und Einführung in ein komplexes Verhältnis 6 CP
Psychotherapie und Seelsorge im Dialog 6 CP
Religiöse Sozialisation und religiöse Entwicklung 6 CP
Theologische Grundlinien für Therapeuten 6 CP

Module nach Studiengang

Module im M.A. Evangelische Theologie

Im Vertiefungsmodul Biblische Theologie wird eine biblische Thematik so erarbeitet, dass die in einem vorausgegangen B.A.-Studium erworbenen sprachlichen, exegetischen und theologischen Fähigkeiten angewendet und erweitert werden. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Verbindung von detaillierter exegetischer Arbeit mit der Einsicht in übergreifende biblisch-theologische Zusammenhänge. Im Blick auf die Berufspraxis sollen dabei auch komplexere biblische Texte als Gebrauchstexte für die Gemeindearbeit erschlossen werden. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die Themen „Heil und Gerechtigkeit“, „Das Reich Gottes“ sowie „Messias und Christus“, die jeweils in alttestamentlicher und neutestamentlicher Perspektive erschlossen werden.

Lehrende

Termine

  • 07.-09.11.2017, EH Tabor
  • 27.-29.11.2017, Christl. Gästehäuser Monbachtal (nahe Liebenzell)*
  • 30.01.-01.02.2018, EH Tabor

 

*Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung im Monbachtal liegen geringfügig über den üblichen Kosten des Gästehauses der EH Tabor (siehe „Anmeldung für Module“). Detaillierte Preisinformationen auf Anfrage.

Inhalte

Das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen wird immer wieder durch Vorurteile, Ängste und Aggressionen bestimmt. In diesem Modul sollen daher vorhandene Grundkenntnisse zum Islam vertieft und eine verallgemeinernde Sichtweise durch verschiedene Islaminterpretationen wie Traditionalismus, islamischer Feminismus, Islamismus, Neosufismus u.a. hinterfragt und differenziert werden. Vor diesem Hintergrund soll das Verständnis für die zentralen theologischen Kontroversen (islamisches und christliches Gottesverständnis, Schriftverständnis und Anthropologie) vermittelt werden. Dabei liegt ein
Schwerpunkt auf ihrer Bedeutung für den Dialog mit Muslimen und die Diskussion verschiedener Zugänge zur praktischen Kommunikation zwischen Christen und Muslimen.

Lehrende

  • Prof. Dr. Roland Werner

Termine

  • 3 Modulblöcke à 3 Tagen im Wintersemester 2018-19
  • Die genauen Termine werden bis Ende 2017 bekannt gegeben

Weitere Hinweise

  • Das Modul kann sowohl für den M.A. Ev. Theologie (8 CP) und für den M.A. Ev. Gemeindepraxis (6 CP) angerechnet werden als auch zur individuellen Weiterbildung belegt werden.
  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… in den jeweiligen Modulhandbüchern.

Inhalte

Apologetik ist die rationale Verteidigung und Begründung des christlichen Glaubens im Gespräch mit Skeptikern und Fragenden.

„Darf man das?“, fragt die Dogmatik. (Oder biedert man sich damit nicht der weltlichen Vernunft an?)

„Geht das?“, fragt die Postmoderne. (Wie will man noch überzeugen, wenn Rationalität nicht mehr als verbindlich gilt?)

„Bringt es das?“, fragt der missionarische Praktiker. (Müssen nicht die besten Argumente trotzdem verpuffen?)

Warum die Antwort auf alle drei Fragen „Ja“ ist und wie sich das in der Gesprächspraxis niederschlägt, zeigt diese Lehrveranstaltung. Apologetik heute muss eben nicht belehrend oder verkopft wirken, sie kann sensibel, demütig und anschaulich sein — und in alledem zugleich den Glauben plausibel machen. Ihre Reichweite ist begrenzt — fast niemand kommt allein durch Argumente zum Glauben. Aber ihre Notwendigkeit ist ungebrochen. Wer aus ehrlicher Skepsis heraus Anfragen an den Glauben richtet, erwartet (und verdient!) durchdachte Antworten.

Zur Lehrveranstaltung gehört daher das Lernen von klassischen und aktuellen Entwürfen, vor allem aber die Einübung ins gewinnende Argumentieren selbst. Dazu gehört das Ausprobieren des Gelernten im Kurs sowie im Gespräch mit Fragenden im eigenen Umfeld.

Lehrende

  • Prof. Dr. Matthias Clausen

Termine

  • 2 Modulblöcke à 3 Tagen im Sommersemester 2019
  • Die genauen Termine werden bis Anfang 2018 bekannt gegeben

Weitere Hinweise

  • Das Modul kann sowohl für den M.A. Ev. Theologie (8 CP) und für den M.A. Ev. Gemeindepraxis (6 CP) angerechnet werden als auch zur individuellen Weiterbildung belegt werden.
  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… in den jeweiligen Modulhandbüchern.

 

„Fresh Expressions of Church“ sind ursprünglich ein Import aus der anglikanischen Kirche: Der Bericht „Mission-Shaped Church“ von 2004 („Mission bringt Gemeinde in Form“) thematisiert erstmals aus kirchenleitender Sicht die Chancen und theologische Logik „frischer“ Ausdrucksformen von Kirche. Das neu Entstandene wird dabei gerade als legitimer Teil der Gesamtkirche und als missionarische Chance verstanden.

Längst ist der Begriff in Deutschland heimisch geworden; das deutsche „Netzwerk Fresh X“ etwa begreift sich als Impulsgeber und Vernetzungsplattform neuer Ausdrucksformen von Kirche in Landes- und Freikirchen. Dieses Modul setzt bei Theorie und Praxis solcher neuen Gemeindeformen an, vermittelt Impulse für die eigene Gemeindearbeit und verknüpft beides zugleich mit der weiter gefassten Frage nach dem, was Gemeinde und Kirche systematisch-theologisch ausmacht. Dazu gehört die Diskussion klassischer und neuerer Ekklesiologien.

Lehrende

Termine

  • 26.-28.09.2017
  • 01.-03.11.2017
  • 09.-11.01.2018

Das Modul leitet zu einer ausgewogenen Sicht des missionswissenschaftlichen Konzepts einer „ganzheitlichen“ oder „integralen“ Mission an. Dabei werden in einem ersten Schwerpunkt theologische Grundlagen und historische Entwicklungen untersucht. Kritische Anfragen im Blick auf die Zuordnung und Gewichtung von Evangelisation als Wortzeugnis und sozialpolitischem Engagement als Tatzeugnis werden bedacht. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Beschäftigung mit neueren Konzepten aus dem Bereich Entwicklungshilfe (Transformation, Community Development, partizipatorische Entwicklungshilfe) sowie mit aktuellen Themen ganzheitlicher Mission (z. B. Micah-Challenge, Lausanner Kongress 2010).

Studierende sollen befähigt werden, die verschiedenen Ebenen sozialen und politischen Engagements im Rahmen christlicher Mission zu verstehen, missionstheologisch eine eigene Position zu formulieren und ihre eigene Missionspraxis danach auszurichten.

Lehrende

Termine

  • 06.-08.03.2018
  • 02.-04.05.2018
  • 12.-14.06.2018

In der Geschichte des Christentums sind immer wieder gemeinsame Formen geistlichen Lebens und der Begleitung desselben entwickelt worden. Klassische Übungen der Meditation und Kontemplation wurden lange Zeit im monastischen Kontext gemeinschaftlich eingeübt bzw. etwa in der Form ignatianischer Exerzitien Christen angeboten. Exerzitien und Formen „geistlicher Begleitung“ erleben seit einiger Zeit vermehrte Aufmerksamkeit. In diesem Seminar werden grundlegende Kenntnisse traditioneller und heutiger Vollzugsformen kontemplativen und spirituellen Lebens vermittelt. Von dieser Vermittlung ist die individuelle Aneignung und Erprobung solcher Wege nicht zu trennen. Information über klassische Wege und Einsichten, eigene Erfahrung und gemeinsame Reflexion von Inhalten und Vollzügen sind im geistlichen Leben wie in der spirituellen Theologie aufeinander angewiesen und werden in diesem Seminar miteinander verbunden. Neben den
Praxisformen „Geistliche Begleitung“ und „Exerzitien“ liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Theorien und Begleitungsformen im Blick auf die Bewältigung geistlicher Krisen und dem Verständnis spirituellen Wachstums.

Lehrende

Termine

  • 07.-10.12.2016
  • 14.-15.01.2017

Inhalte

Wie erreichte der Missionar Paulus ganze Regionen mit dem Evangelium? Er pflanzte in den großen Städten lebendige Gemeinden. Städtische Ballungszentren beeinflussten schon immer ihr Land in wirtschaftlicher, kultureller und auch geistiger Hinsicht. Im postmodernen und postchristlichen Europa des 21. Jahrhunderts ist das nicht anders. Es ist also eine missionarische Schlüsselfrage, ob Kirche zur Stadt findet und dort auf eine lebendige kontextrelevante Weise stattfindet.

Das Modul bereitet darauf vor, die sozialen, geistigen und missionarischen Herausforderungen der Städte zu verstehen und Antworten zu finden, wie Gemeindebau in urbaner und postmoderner Wirklichkeit heute gelingen kann.

Im Mittelpunkt stehen folgende Inhalte:

Urban Studies: Stadtforschung, Stadtsoziologie und missionarische Konsequenzen von Urbanisierung und Urbanisation

Sozialraum- und Kontextanalyse: Praxistools kennen lernen und anwenden („eine Stadt lesen“); soziale Fragen im urbanen Kontext: Armut, Exklusion, Segregation, Multikulturalität und Multireligiosität; Milieustudien und die Pluralität von Lebensentwürfen: Sinusmilieustudie und Microm-Daten kennen lernen und für das eigene Umfeld anwenden; postmoderne Lebenswelten entdecken: Fragmentierung des Lebens in urbanen Kontexten (MükkE als Praxiskon-zept Milieu überschreitenden kirchlichen Handelns); Urban Ministry: Wege zur Stadt — Wege zu den Menschen (missionale Handlungsansätze für die eigene Praxis erarbeiten); Modelle missionarischen Gemeindebaus im urbanen und postmodernen Umfeld reflektieren: fresh expressions of church, emerging church, missionale Gemeindebauansätze für etablierte Gemeinden, usw.

Als praktischer Nutzen des Moduls steht am Ende eine umfangreiche Analyse eines selbst gewählten Kontextes sowie eine Fülle daraus erarbeiteter missionaler Handlungsansätze.

Lehrende

Termine

  • 06 — 08. April 2017 in Marburg
  • 15. — 17. Mai 2017 in Marburg
  • 19. — 21. Juni 2017 in Hamburg (Ort und Übernachtungsmöglichkeit werden noch bekanntgegeben)

Weitere Hinweise

  • Das Modul kann sowohl für den M.A. Ev. Theologie (8 CP) und für den M.A. Ev. Gemeindepraxis (6 CP) angerechnet werden als auch zur individuellen Weiterbildung belegt werden.
  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… in den jeweiligen Modulhandbüchern.

 

Kann man Glauben lernen? Oder was genau lässt sich am Glauben lernen? Glaubenskurse haben in den letzten Jahren eine beeindruckende Karriere hinter sich, angefangen von den ersten neueren Modellen in den 1970er-Jahren zur internationalen Verbreitung des Alpha-Kurses bis hin zur „Missionarischen Bildungsinitiative“ seit 2011, mit der Glaubenskurse auch im landeskirchlichen Raum in Deutschland bekannter wurden. Typisch für viele Glaubenskurse ist ein prozesshaftes Verständnis von Evangelisation: Zum Glauben einladen heißt Weg-Begleitung über längere Zeit. Denn Glaubensbiographien bestehen selten nur aus punktuellen (Damaskus-)Erlebnissen, sondern oft aus längeren (Emmaus-) Wegen.

Dieses Modul stellt die wichtigsten gängigen Kurs-Modelle vor und gibt Hilfen zu ihrer Einordnung: Welche Theologie bestimmt das Modell? Für welche Zielgruppe, welches gesellschaftliche Milieu ist es besonders geeignet? Was ist bei seiner Umsetzung in einer Gemeinde zu beachten? Zudem hilft das Modul bei der Einübung in die Praxis: Glaubensinhalte elementar und kontextsensibel zu vermitteln, das kann man lernen. Liturgische Formen, um die Antwort im Glauben erlebbar zu machen, lassen sich vorab theologisch reflektieren und seelsorglich sensibel gestalten.

Lehrende

Inhalte

Gottesdienst und Predigt sind zentral für die evangelische Gemeindepraxis. Ihre gesellschaftliche Kontexte wandeln sich jedoch stetig: Dazu gehören Entkirchlichung, Medialisierung sowie das postmoderne Bedürfnis nach aktiver Teilhabe und authentischer Begegnung. Wie können Gottesdienst und Predigt unter diesen Bedingungen aussehen?

Hier hilft zum einen die Klärung von Grundfragen: Wodurch wird Gottesdienst eigentlich evangelisch? Wodurch wird Predigt schriftgemäß und christuszentriert? Was können wir hier etwa von der klassischen Auslegungspredigt lernen?

Zum anderen lohnt der Blick auf aktuelle Entwicklungen: Neue und alternative Gottesdienstformen sind inzwischen erprobt und reflektiert, z.B. Gottesdienste für Entkirchlichte (seeker services) und für ein postmodernes Umfeld (emerging churches). Neue Homiletiken schärfen den Blick für das Geschehen zwischen Prediger und Predigthörer und erweitern das Repertoire an Redeformen.

Wichtiger Bestandteil des Moduls sind Übungen zur Gottesdienstgestaltung und zur Verbesserung der eigenen Predigtpraxis.
 

Lehrende

  • Prof. Dr. Matthias Clausen

Termine

  • 3 Modulblöcke à 3 Tagen im Wintersemester 2018-19
  • Die genauen Termine werden bis Ende 2017 bekannt gegeben

Weitere Hinweise

  • Das Modul kann sowohl für den M.A. Ev. Theologie (8 CP) und für den M.A. Ev. Gemeindepraxis (6 CP) angerechnet werden als auch zur individuellen Weiterbildung belegt werden.
  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… in den jeweiligen Modulhandbüchern.

In diesem Modul kommen verschiedene Disziplinen der Theologie exemplarisch an einem spezifischen und aktuell relevanten Thema evangelischer Theologie miteinander ins Gespräch. Dabei soll der jeweilige Eigenwert der den theologischen Disziplinen je eigenen Zugangs- und Sichtweisen wahrgenommen werden. Darüber hinaus soll insbesondere der Erkenntnisüberschuss einer diskursiven und theologisch fundierten Verknüpfung von verschiedenen Bereichen der Theologie gegenüber einer rein additiven Wahrnehmung dieser Sichtweisen erkannt werden.

Die Veranstaltung wird von mehreren Lehrenden gemeinsam geleitet, sodass bereits im Vollzug das interdisziplinäre Gespräch exemplarisch durchgeführt und gefördert wird.

Mentoring und Coaching sind wichtig, um Menschen ziel- und lösungsorientiert zu fördern und zu begleiten. Das Modul führt in Persönlichkeitstheorien und Analyseinstrumente aus dem Bereich der Personalentwicklung ein, deren Anwendung den Studierenden hilft, mit undurchsichtigen oder ungenauen Rollenerwartungen fertig zu werden, zwischen verschiedenen Interessengruppen zu vermitteln und persönliche oder systemische Konflikte zu lösen. Als Mentoren können die Studierenden ihre Mentoranden in Klärungs- und Lösungsprozessen unterstützen. Außerdem können sie sowohl für sich
selbst als auch für ihre Mentoranden eine gesunde Work-Life-Balance entwickeln.

Im Mittelpunkt des Moduls stehen folgende Inhalte: pastoraltheologische Einführung in die Kernkompetenzen und -aufgaben des Mentors im Kontext hauptamtlichen Dienstes in einer postmodernen Gesellschaft; Mentoringprozesse und Coachingkonzepte; Situatives Führen (nach Blanchard); Big-Five-Persönlichkeitsmodell als Beispiel für Modelle der Persönlichkeit; Einführung in die Psychologie personaler Konstrukte; Analyseinstrumente für Biografie, Familiengeschichte, Fähigkeiten und Werte als Grundlage für eine individuelle Lebens- und Berufsplanung; systemische/lösungsorientierte Beratung; sozialpsychologische Rollentheorien; spezifische Probleme beruflicher Rollen in Non-Profit-Organisationen; psychodramatische Annäherung an Rollenkonflikte, Rollenstrategien für Hauptamtliche; Konflikt- und Stressbewältigung; Burn-out-Prophylaxe, Konfliktbewältigung und Mediation.

Lehrende

Termine

  • 10.-12.10.2017
  • 14.-16.11.2017
  • 12.-14.12.2017
  • 23.-25.01.2018

In diesem Modul werden vorhandene Kenntnisse in Seelsorge vertieft und erweitert. Ausgehend von einer biblischen Anthropologie wird eine gründliche und reflektierte Kenntnis seelsorgerlicher Konzepte vermittelt, die Beispiele aus unterschiedlichen Zeiten berücksichtigt. Die Beziehung von Psychotherapie und Seelsorge, Abgrenzungen und Ähnlichkeiten zu wissenschaftlich anerkannten Beratungsverfahren und die Einbeziehung von humanwissenschaftlichen Erkenntnissen aus Psychologie und Medizin werden erarbeitet. Dazu kommt eine tiefer gehende Reflexion der eigenen Persönlichkeit und des eigenen Verhaltens in seelsorgerlichen Gesprächsprozessen, nicht zuletzt zur besseren Wahrnehmung von Grenzen und zur Psychohygiene der Seelsorger selbst.

Einen Schwerpunkt bilden Herausforderungen durch existenzielle Krisen wie Tod, Krankheit und Leid sowie phasenspezifische Herausforderungen in der Seelsorge wie etwa im Alter und in der Jugend. Im Vordergrund steht jedoch die Bedeutung der Seelsorge für die ganzheitliche Entwicklung von Personen und Gemeinschaften: Die Vertiefung und Förderung von Beziehungen auf allen Ebenen – zu Gott, anderen und zu sich selbst – spielt eine zentrale Rolle, mit dem
Ziel, dass Seelsorge den zwischenmenschlichen Umgang in der Gemeinde, in Partnerschaft und Familie, Beruf und Freizeit positiv beeinflussen kann.

Das Seminar zielt auf die seelsorgerliche Berufspraxis hauptamtlicher Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter im gemeindlichen Kontext.

Lehrende

Termine

  • 16.-19.04.2018
  • 25.-26.05.2018
  • 07.-09.06.2018

Inhalte

Schlagworte wie Mystik und Spiritualität erfahren gegenwärtig große Aufmerksamkeit – weit über die Grenzen des kirchlichen Christentums hinaus. Vor allem die große Anziehungskraft östlicher Spiritualität macht Mystik zu einem viel diskutierten Thema, nicht zuletzt in therapeutischen und klinischen Zusammenhängen. In dieser Gesprächslage kommt es zunächst darauf an, jenseits einer unreflektierten Vereinnahmung spiritueller Vollzüge in therapeutische/seelsorgerliche Prozesse Grundkenntnisse der christlichen Frömmigkeitsgeschichte zu erwerben. In diesem Themenmodul sollen wesentliche Vertreter vor allem christlicher Spiritualität vorgestellt werden. Der Einblick in ihre geistliche Praxis soll dabei sowohl der Reflexion hinsichtlich der eigenen Frömmigkeitspraxis als auch der Gesprächsfähigkeit auf dem gegenwärtigen religiösen Markt der Möglichkeiten dienen. Der Sinn spiritueller Übungen und Interventionen soll im Blick auf ihre Bedeutung für seelische Gesundheit und Reife verstanden und ansatzweise erprobt und erfahren werden. Folgende Themen werden dabei vertiefend behandelt:

- Die Renaissance klassischer Formen christlicher Spiritualität (Pilgern, Schriftmeditation, Kontemplation)

- Elemente fernöstlicher Religionen (Yoga, Meditation, „Nur-Sitzen“, Achtsamkeit)

- Spiritualität in der Therapie (z. B. Meditationsformen in der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion)

- Kontemplative Praxis der Tradition (Wüstenväter, östliches und westliches Mönchtum)

- Evangelische Frömmigkeitspraxis, Schriftmeditation und Erfahrung der Anfechtung bei Luther

- Ignatianische Exerzitien; Bewältigung geistlicher Krise und Unterscheidung der Geister

Lehrende

  • Prof. Dr. Thorsten Dietz
  • Prof. Dr. Nahamm Kim

Termine

  • 07.-10.12. 2016
  • 14.-15.01. 2017

Weitere Hinweise

  • Das Modul kann sowohl für den M.A. Ev. Theologie (8 CP),  für den M.A. Ev. Gemeindepraxis (6 CP) und für den M. A. Religion und Psychotherapie (6 CP) angerechnet werden als auch zur individuellen Weiterbildung belegt werden.
  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… in den jeweiligen Modulhandbüchern.

Die großen Entwürfe systematischer Theologie des 20. Jahrhunderts prägen unser theologisches Denken bis heute – ob in der Identifikation und Weiterführung oder auch in der relativierenden Abgrenzung. Dieses Modul stellt wesentliche und prägende Theologien des letzten Jahrhunderts vor und regt zur vertieften Auseinandersetzung an. Themen sind u.a. die Entwürfe von Karl Barth, Emil Brunner, Dietrich Bonhoeffer, Rudolf Otto und Wolfhart Pannenberg. Das Seminar kann in englischer Sprache angeboten werden.

(Continental European Theology in the 20th century covers a fascinating world of theological thinking. The major theological proposals of this era continue to be influential today, shaping current and future debates. Thus, in this class, we will take an in-depth look at the theologies of Karl Barth, Emil Brunner, Dietrich Bonhoeffer, Rudolf Otto, and Wolfhart Pannenberg, among others.

This seminar can also be offered in German.)

Lehrende

Termine

  • 28.02.-02.03.2018
  • 10.-12.04.2018
  • 28.-30.05.2018

In diesem Modul wird missionstheologisches Überblickswissen vermittelt und anhand aktuell ausgewählter Schwerpunkte gezielt vertieft. Neben der Erarbeitung unterschiedlicher missionstheologischer Entwürfe geht es immer auch um die Reflexion der eigenen missionarischen Praxis.

Das Seminar kann in englischer Sprache angeboten werden.

(Mission Studies as theological discipline was first established by Alexander Duff in Edinburgh in 1864. In 1896, Gustav Warneck occupied the first chair of mission studies in Halle, Germany. In this class, we concentrate on some of the major contributors for clarifying the theological foundations for a Christian understanding of mission in the 20th and 21st century, including German missiologists from Gustav Warneck to Henning Wrogemann, and British voices like Lesslie Newbigin and Andrew Walls.

The seminar can also be offered in German.)

Lehrende

Für dieses Modul kommen alle Lehrveranstaltungen in Frage, die noch nicht belegt wurden und auch sonst im Rahmen des M.A. Ev. Theologie nicht angerechnet werden müssen. Die Studierenden können so ihren Wahlbereich vielfältiger gestalten. Das Modul kann – auch mit unterschiedlichen Lehrveranstaltungen – nur einmal belegt werden. Die Zusammenstellung der Lehrveranstaltungen erfolgt durch die Studierenden nach Rücksprache mit dem Studienleiter.

Für das erfolgreiche Bestehen des Moduls ist während des Semesters die regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit in allen zugeordneten Lehrveranstaltungen erforderlich, außerdem je nach Lehrveranstaltung weitere Leistungen (z. B. Referate) im Semester. Eine darüber hinausgehende Prüfungsleistung muss nicht erbracht werden. Für das Modul können nach Rücksprache mit dem Studienleiter auch Lehrveranstaltungen angerechnet werden, die laut schriftlichem Nachweis an anderen Hochschulen belegt wurden und bei denen die entsprechenden Leistungen im Semester erfüllt wurden.

Wenn für das Modul Lehrveranstaltungen miteinander kombiniert werden, die in einem inneren Zusammenhang stehen, kann die erforderliche Leistung auch so erbracht werden, dass neben 4 SWS Präsenzveranstaltungen eine Seminararbeit im Umfang von 40.000-50.000 Zeichen angefertigt wird. Thema und Betreuer dieser Arbeit werden nach Vorschlag des Studierenden vom Studienleiter festgelegt.

Das Modul wird auf die für den Abschluss erforderlichen 60 CP angerechnet. Ohne Leistungsnachweis wird es mit „bestanden“ gewertet und geht nicht in die Berechnung der Gesamtnote ein.

Module im M.A. Evangelische Gemeindepraxis

Inhalte

Das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen wird immer wieder durch Vorurteile, Ängste und Aggressionen bestimmt. In diesem Modul sollen daher vorhandene Grundkenntnisse zum Islam vertieft und eine verallgemeinernde Sichtweise durch verschiedene Islaminterpretationen wie Traditionalismus, islamischer Feminismus, Islamismus, Neosufismus u.a. hinterfragt und differenziert werden. Vor diesem Hintergrund soll das Verständnis für die zentralen theologischen Kontroversen (islamisches und christliches Gottesverständnis, Schriftverständnis und Anthropologie) vermittelt werden. Dabei liegt ein
Schwerpunkt auf ihrer Bedeutung für den Dialog mit Muslimen und die Diskussion verschiedener Zugänge zur praktischen Kommunikation zwischen Christen und Muslimen.

Lehrende

  • Prof. Dr. Roland Werner

Termine

  • 3 Modulblöcke à 3 Tagen im Wintersemester 2018-19
  • Die genauen Termine werden bis Ende 2017 bekannt gegeben

Weitere Hinweise

  • Das Modul kann sowohl für den M.A. Ev. Theologie (8 CP) und für den M.A. Ev. Gemeindepraxis (6 CP) angerechnet werden als auch zur individuellen Weiterbildung belegt werden.
  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… in den jeweiligen Modulhandbüchern.

Inhalte

Apologetik ist die rationale Verteidigung und Begründung des christlichen Glaubens im Gespräch mit Skeptikern und Fragenden.

„Darf man das?“, fragt die Dogmatik. (Oder biedert man sich damit nicht der weltlichen Vernunft an?)

„Geht das?“, fragt die Postmoderne. (Wie will man noch überzeugen, wenn Rationalität nicht mehr als verbindlich gilt?)

„Bringt es das?“, fragt der missionarische Praktiker. (Müssen nicht die besten Argumente trotzdem verpuffen?)

Warum die Antwort auf alle drei Fragen „Ja“ ist und wie sich das in der Gesprächspraxis niederschlägt, zeigt diese Lehrveranstaltung. Apologetik heute muss eben nicht belehrend oder verkopft wirken, sie kann sensibel, demütig und anschaulich sein — und in alledem zugleich den Glauben plausibel machen. Ihre Reichweite ist begrenzt — fast niemand kommt allein durch Argumente zum Glauben. Aber ihre Notwendigkeit ist ungebrochen. Wer aus ehrlicher Skepsis heraus Anfragen an den Glauben richtet, erwartet (und verdient!) durchdachte Antworten.

Zur Lehrveranstaltung gehört daher das Lernen von klassischen und aktuellen Entwürfen, vor allem aber die Einübung ins gewinnende Argumentieren selbst. Dazu gehört das Ausprobieren des Gelernten im Kurs sowie im Gespräch mit Fragenden im eigenen Umfeld.

Lehrende

  • Prof. Dr. Matthias Clausen

Termine

  • 2 Modulblöcke à 3 Tagen im Sommersemester 2019
  • Die genauen Termine werden bis Anfang 2018 bekannt gegeben

Weitere Hinweise

  • Das Modul kann sowohl für den M.A. Ev. Theologie (8 CP) und für den M.A. Ev. Gemeindepraxis (6 CP) angerechnet werden als auch zur individuellen Weiterbildung belegt werden.
  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… in den jeweiligen Modulhandbüchern.

 

„Fresh Expressions of Church“ sind ursprünglich ein Import aus der anglikanischen Kirche: Der Bericht „Mission-Shaped Church“ von 2004 („Mission bringt Gemeinde in Form“) thematisiert erstmals aus kirchenleitender Sicht die Chancen und theologische Logik „frischer“ Ausdrucksformen von Kirche. Das neu Entstandene wird dabei gerade als legitimer Teil der Gesamtkirche und als missionarische Chance verstanden.

Längst ist der Begriff in Deutschland heimisch geworden; das deutsche „Netzwerk Fresh X“ etwa begreift sich als Impulsgeber und Vernetzungsplattform neuer Ausdrucksformen von Kirche in Landes- und Freikirchen. Dieses Modul setzt bei Theorie und Praxis solcher neuen Gemeindeformen an, vermittelt Impulse für die eigene Gemeindearbeit und verknüpft beides zugleich mit der weiter gefassten Frage nach dem, was Gemeinde und Kirche systematisch-theologisch ausmacht. Dazu gehört die Diskussion klassischer und neuerer Ekklesiologien.

Lehrende

Termine

  • 26.-28.09.2017
  • 01.-03.11.2017
  • 09.-11.01.2018

Das Modul leitet zu einer ausgewogenen Sicht des missionswissenschaftlichen Konzepts einer „ganzheitlichen“ oder „integralen“ Mission an. Dabei werden in einem ersten Schwerpunkt theologische Grundlagen und historische Entwicklungen untersucht. Kritische Anfragen im Blick auf die Zuordnung und Gewichtung von Evangelisation als Wortzeugnis und sozialpolitischem Engagement als Tatzeugnis werden bedacht. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Beschäftigung mit neueren Konzepten aus dem Bereich Entwicklungshilfe (Transformation, Community Development, partizipatorische Entwicklungshilfe) sowie mit aktuellen Themen ganzheitlicher Mission (z. B. Micah-Challenge, Lausanner Kongress 2010).

Studierende sollen befähigt werden, die verschiedenen Ebenen sozialen und politischen Engagements im Rahmen christlicher Mission zu verstehen, missionstheologisch eine eigene Position zu formulieren und ihre eigene Missionspraxis danach auszurichten.

Lehrende

Termine

  • 06.-08.03.2018
  • 02.-04.05.2018
  • 12.-14.06.2018

In der Geschichte des Christentums sind immer wieder gemeinsame Formen geistlichen Lebens und der Begleitung desselben entwickelt worden. Klassische Übungen der Meditation und Kontemplation wurden lange Zeit im monastischen Kontext gemeinschaftlich eingeübt bzw. etwa in der Form ignatianischer Exerzitien Christen angeboten. Exerzitien und Formen „geistlicher Begleitung“ erleben seit einiger Zeit vermehrte Aufmerksamkeit. In diesem Seminar werden grundlegende Kenntnisse traditioneller und heutiger Vollzugsformen kontemplativen und spirituellen Lebens vermittelt. Von dieser Vermittlung ist die individuelle Aneignung und Erprobung solcher Wege nicht zu trennen. Information über klassische Wege und Einsichten, eigene Erfahrung und gemeinsame Reflexion von Inhalten und Vollzügen sind im geistlichen Leben wie in der spirituellen Theologie aufeinander angewiesen und werden in diesem Seminar miteinander verbunden. Neben den
Praxisformen „Geistliche Begleitung“ und „Exerzitien“ liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Theorien und Begleitungsformen im Blick auf die Bewältigung geistlicher Krisen und dem Verständnis spirituellen Wachstums.

Lehrende

Termine

  • 07.-10.12.2016
  • 14.-15.01.2017

Inhalte

Wie erreichte der Missionar Paulus ganze Regionen mit dem Evangelium? Er pflanzte in den großen Städten lebendige Gemeinden. Städtische Ballungszentren beeinflussten schon immer ihr Land in wirtschaftlicher, kultureller und auch geistiger Hinsicht. Im postmodernen und postchristlichen Europa des 21. Jahrhunderts ist das nicht anders. Es ist also eine missionarische Schlüsselfrage, ob Kirche zur Stadt findet und dort auf eine lebendige kontextrelevante Weise stattfindet.

Das Modul bereitet darauf vor, die sozialen, geistigen und missionarischen Herausforderungen der Städte zu verstehen und Antworten zu finden, wie Gemeindebau in urbaner und postmoderner Wirklichkeit heute gelingen kann.

Im Mittelpunkt stehen folgende Inhalte:

Urban Studies: Stadtforschung, Stadtsoziologie und missionarische Konsequenzen von Urbanisierung und Urbanisation

Sozialraum- und Kontextanalyse: Praxistools kennen lernen und anwenden („eine Stadt lesen“); soziale Fragen im urbanen Kontext: Armut, Exklusion, Segregation, Multikulturalität und Multireligiosität; Milieustudien und die Pluralität von Lebensentwürfen: Sinusmilieustudie und Microm-Daten kennen lernen und für das eigene Umfeld anwenden; postmoderne Lebenswelten entdecken: Fragmentierung des Lebens in urbanen Kontexten (MükkE als Praxiskon-zept Milieu überschreitenden kirchlichen Handelns); Urban Ministry: Wege zur Stadt — Wege zu den Menschen (missionale Handlungsansätze für die eigene Praxis erarbeiten); Modelle missionarischen Gemeindebaus im urbanen und postmodernen Umfeld reflektieren: fresh expressions of church, emerging church, missionale Gemeindebauansätze für etablierte Gemeinden, usw.

Als praktischer Nutzen des Moduls steht am Ende eine umfangreiche Analyse eines selbst gewählten Kontextes sowie eine Fülle daraus erarbeiteter missionaler Handlungsansätze.

Lehrende

Termine

  • 06 — 08. April 2017 in Marburg
  • 15. — 17. Mai 2017 in Marburg
  • 19. — 21. Juni 2017 in Hamburg (Ort und Übernachtungsmöglichkeit werden noch bekanntgegeben)

Weitere Hinweise

  • Das Modul kann sowohl für den M.A. Ev. Theologie (8 CP) und für den M.A. Ev. Gemeindepraxis (6 CP) angerechnet werden als auch zur individuellen Weiterbildung belegt werden.
  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… in den jeweiligen Modulhandbüchern.

 

Kann man Glauben lernen? Oder was genau lässt sich am Glauben lernen? Glaubenskurse haben in den letzten Jahren eine beeindruckende Karriere hinter sich, angefangen von den ersten neueren Modellen in den 1970er-Jahren zur internationalen Verbreitung des Alpha-Kurses bis hin zur „Missionarischen Bildungsinitiative“ seit 2011, mit der Glaubenskurse auch im landeskirchlichen Raum in Deutschland bekannter wurden. Typisch für viele Glaubenskurse ist ein prozesshaftes Verständnis von Evangelisation: Zum Glauben einladen heißt Weg-Begleitung über längere Zeit. Denn Glaubensbiographien bestehen selten nur aus punktuellen (Damaskus-)Erlebnissen, sondern oft aus längeren (Emmaus-) Wegen.

Dieses Modul stellt die wichtigsten gängigen Kurs-Modelle vor und gibt Hilfen zu ihrer Einordnung: Welche Theologie bestimmt das Modell? Für welche Zielgruppe, welches gesellschaftliche Milieu ist es besonders geeignet? Was ist bei seiner Umsetzung in einer Gemeinde zu beachten? Zudem hilft das Modul bei der Einübung in die Praxis: Glaubensinhalte elementar und kontextsensibel zu vermitteln, das kann man lernen. Liturgische Formen, um die Antwort im Glauben erlebbar zu machen, lassen sich vorab theologisch reflektieren und seelsorglich sensibel gestalten.

Lehrende

Inhalte

Gottesdienst und Predigt sind zentral für die evangelische Gemeindepraxis. Ihre gesellschaftliche Kontexte wandeln sich jedoch stetig: Dazu gehören Entkirchlichung, Medialisierung sowie das postmoderne Bedürfnis nach aktiver Teilhabe und authentischer Begegnung. Wie können Gottesdienst und Predigt unter diesen Bedingungen aussehen?

Hier hilft zum einen die Klärung von Grundfragen: Wodurch wird Gottesdienst eigentlich evangelisch? Wodurch wird Predigt schriftgemäß und christuszentriert? Was können wir hier etwa von der klassischen Auslegungspredigt lernen?

Zum anderen lohnt der Blick auf aktuelle Entwicklungen: Neue und alternative Gottesdienstformen sind inzwischen erprobt und reflektiert, z.B. Gottesdienste für Entkirchlichte (seeker services) und für ein postmodernes Umfeld (emerging churches). Neue Homiletiken schärfen den Blick für das Geschehen zwischen Prediger und Predigthörer und erweitern das Repertoire an Redeformen.

Wichtiger Bestandteil des Moduls sind Übungen zur Gottesdienstgestaltung und zur Verbesserung der eigenen Predigtpraxis.
 

Lehrende

  • Prof. Dr. Matthias Clausen

Termine

  • 3 Modulblöcke à 3 Tagen im Wintersemester 2018-19
  • Die genauen Termine werden bis Ende 2017 bekannt gegeben

Weitere Hinweise

  • Das Modul kann sowohl für den M.A. Ev. Theologie (8 CP) und für den M.A. Ev. Gemeindepraxis (6 CP) angerechnet werden als auch zur individuellen Weiterbildung belegt werden.
  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

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… beim Sekretariat der EH Tabor

… in den jeweiligen Modulhandbüchern.

Mentoring und Coaching sind wichtig, um Menschen ziel- und lösungsorientiert zu fördern und zu begleiten. Das Modul führt in Persönlichkeitstheorien und Analyseinstrumente aus dem Bereich der Personalentwicklung ein, deren Anwendung den Studierenden hilft, mit undurchsichtigen oder ungenauen Rollenerwartungen fertig zu werden, zwischen verschiedenen Interessengruppen zu vermitteln und persönliche oder systemische Konflikte zu lösen. Als Mentoren können die Studierenden ihre Mentoranden in Klärungs- und Lösungsprozessen unterstützen. Außerdem können sie sowohl für sich
selbst als auch für ihre Mentoranden eine gesunde Work-Life-Balance entwickeln.

Im Mittelpunkt des Moduls stehen folgende Inhalte: pastoraltheologische Einführung in die Kernkompetenzen und -aufgaben des Mentors im Kontext hauptamtlichen Dienstes in einer postmodernen Gesellschaft; Mentoringprozesse und Coachingkonzepte; Situatives Führen (nach Blanchard); Big-Five-Persönlichkeitsmodell als Beispiel für Modelle der Persönlichkeit; Einführung in die Psychologie personaler Konstrukte; Analyseinstrumente für Biografie, Familiengeschichte, Fähigkeiten und Werte als Grundlage für eine individuelle Lebens- und Berufsplanung; systemische/lösungsorientierte Beratung; sozialpsychologische Rollentheorien; spezifische Probleme beruflicher Rollen in Non-Profit-Organisationen; psychodramatische Annäherung an Rollenkonflikte, Rollenstrategien für Hauptamtliche; Konflikt- und Stressbewältigung; Burn-out-Prophylaxe, Konfliktbewältigung und Mediation.

Lehrende

Termine

  • 10.-12.10.2017
  • 14.-16.11.2017
  • 12.-14.12.2017
  • 23.-25.01.2018

Das Praxisprojekt ist ein verpflichtender Bestandteil des Studienganges M.A. Ev. Gemeindespraxis. Es wird in Verbindung mit einem Modul aus dem Wahlpflichtbereich 2 durchgeführt und bezieht sich auf das mit dem Thema des Moduls bezogene Handlungsfeld. In der Durchführung und Auswertung des Praxisprojektes arbeiten Hochschule und Praxisstellen eng zusammen und tragen Verantwortung dafür, dass das professionelle Handeln in diesem Feld vertieft und reflektiert werden kann. Im Mittelpunkt des Projektes steht das exemplarische Lernen im Rahmen einer definierten und begrenzten Praxisaufgabe.

Für die Genehmigung des Projektes muss ein Exposé erstellt werden, aus dem Ziel und Umfang des Projektes erkennbar werden. Der Projektbericht wird in den Leistungsnachweis des Moduls integriert, auf das sich das Praxisprojekt bezieht (der hier angegebene Umfang ist deshalb zu dem Umfang des LNW des Moduls zu addieren). Der Bericht soll erkennen lassen, dass die Studierenden in der Lage sind, Studium und eigene Berufspraxis zu verbinden und insbesondere die in dem verbundenen Modul erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen in der Praxis anwenden können. Er umfasst in jedem Fall die Zielformulierung des Projektes, Darstellung und Erläuterung der Arbeits- und Vorgehensweise sowie der Ergebnisse.

Die Bewertung der Arbeit gilt als Note für das betreffende Modul und für das Praxisprojekt.

Das Praxisprojekt in Verbindung mit dem Modul „Mentoring und Coaching“ wird mit 6 CP und 180 h Workload gewichtet, da dieses Modul bereits größere Praxisteile umfasst.

Inhalte

Das Begegnungsfeld von Religion und Psychotherapie ist interessant und hochkomplex, gerade weil dort verschiedene Wissenschaftskulturen (z.B. Theologie als Geisteswissenschaft und Psychologie als Natur-/Sozialwissenschaft) aufeinandertreffen. Für das akademische Studium und den damit verbundenen  interdisziplinären Dialog ist es daher unabdingbar, wissenschaftstheoretische Grundlagen dieser Disziplinen zu kennen und über die Grundfertigkeiten wissenschaftlichen Arbeitens zu verfügen:

  • Wissenschaftliche Recherche zu Literatur und Internetquellen
  • Erarbeitung wissenschaftlicher Texte
  • Zitierweisen wissenschaftlicher Literatur
  • Entwicklung von wissenschaftlichen Problem- und Fragestellungen
  • Erstellung und Aufbau einer wissenschaftlichen Hausarbeit
  • Einführung in einen wissenschaftlichen Schreibstil

Um das Propädeutikum anschaulich und auch inhaltlich gewinnbringend für den Studiengang zu gestalten, werden die einzelnen Teilschritte wissenschaftlichen Arbeitens anhand ausgewählter Themenstellungen und Textbeispiele eingeübt. So könnte beispielsweise der Fokus auf psychologische bzw. theologische Aspekte von Gebet oder Dankbarkeit liegen, der die inhaltliche Klammer für die formalen wissenschaftlichen Einzelfertigkeiten bildet. Für dieses Thema wären dann beispielsweise eine wissenschaftliche Bibliographie zu erstellen, eine Fragestellung zu entwickeln und eine Gliederung bzw. ein Blitzexpose zu erstellen. Abschließend ist eine kleine Schreibaufgabe anzufertigen mit Augenmerk auf einer korrekten wissenschaftlichen Sprache.
Zielgruppen:

  • Studierende, die zu Beginn des Studiums eine Hinführung zum wissenschaftlichen Arbeiten benötigen
  • Studierende, die Schwierigkeiten mit der Erstellung von Hausarbeiten haben
  • Studierende, die vor der Masterarbeit ein Auffrischung wissenschaftliche Arbeitsschritte wünschen

Lehrende

  • Prof. Dr. Henning Freund
  • Prof. Dr. Thorsten Dietz

Termine

  • 21.-24.09.2017

Kosten

  • bei Belegung als Weiterbildungsseminar: 260 €

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… beim Sekretariat der EH Tabor

… im Modulhandbuch MA „Religion und Psychotherapie“

In diesem Modul werden vorhandene Kenntnisse in Seelsorge vertieft und erweitert. Ausgehend von einer biblischen Anthropologie wird eine gründliche und reflektierte Kenntnis seelsorgerlicher Konzepte vermittelt, die Beispiele aus unterschiedlichen Zeiten berücksichtigt. Die Beziehung von Psychotherapie und Seelsorge, Abgrenzungen und Ähnlichkeiten zu wissenschaftlich anerkannten Beratungsverfahren und die Einbeziehung von humanwissenschaftlichen Erkenntnissen aus Psychologie und Medizin werden erarbeitet. Dazu kommt eine tiefer gehende Reflexion der eigenen Persönlichkeit und des eigenen Verhaltens in seelsorgerlichen Gesprächsprozessen, nicht zuletzt zur besseren Wahrnehmung von Grenzen und zur Psychohygiene der Seelsorger selbst.

Einen Schwerpunkt bilden Herausforderungen durch existenzielle Krisen wie Tod, Krankheit und Leid sowie phasenspezifische Herausforderungen in der Seelsorge wie etwa im Alter und in der Jugend. Im Vordergrund steht jedoch die Bedeutung der Seelsorge für die ganzheitliche Entwicklung von Personen und Gemeinschaften: Die Vertiefung und Förderung von Beziehungen auf allen Ebenen – zu Gott, anderen und zu sich selbst – spielt eine zentrale Rolle, mit dem
Ziel, dass Seelsorge den zwischenmenschlichen Umgang in der Gemeinde, in Partnerschaft und Familie, Beruf und Freizeit positiv beeinflussen kann.

Das Seminar zielt auf die seelsorgerliche Berufspraxis hauptamtlicher Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter im gemeindlichen Kontext.

Lehrende

Termine

  • 16.-19.04.2018
  • 25.-26.05.2018
  • 07.-09.06.2018

Inhalte

Schlagworte wie Mystik und Spiritualität erfahren gegenwärtig große Aufmerksamkeit – weit über die Grenzen des kirchlichen Christentums hinaus. Vor allem die große Anziehungskraft östlicher Spiritualität macht Mystik zu einem viel diskutierten Thema, nicht zuletzt in therapeutischen und klinischen Zusammenhängen. In dieser Gesprächslage kommt es zunächst darauf an, jenseits einer unreflektierten Vereinnahmung spiritueller Vollzüge in therapeutische/seelsorgerliche Prozesse Grundkenntnisse der christlichen Frömmigkeitsgeschichte zu erwerben. In diesem Themenmodul sollen wesentliche Vertreter vor allem christlicher Spiritualität vorgestellt werden. Der Einblick in ihre geistliche Praxis soll dabei sowohl der Reflexion hinsichtlich der eigenen Frömmigkeitspraxis als auch der Gesprächsfähigkeit auf dem gegenwärtigen religiösen Markt der Möglichkeiten dienen. Der Sinn spiritueller Übungen und Interventionen soll im Blick auf ihre Bedeutung für seelische Gesundheit und Reife verstanden und ansatzweise erprobt und erfahren werden. Folgende Themen werden dabei vertiefend behandelt:

- Die Renaissance klassischer Formen christlicher Spiritualität (Pilgern, Schriftmeditation, Kontemplation)

- Elemente fernöstlicher Religionen (Yoga, Meditation, „Nur-Sitzen“, Achtsamkeit)

- Spiritualität in der Therapie (z. B. Meditationsformen in der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion)

- Kontemplative Praxis der Tradition (Wüstenväter, östliches und westliches Mönchtum)

- Evangelische Frömmigkeitspraxis, Schriftmeditation und Erfahrung der Anfechtung bei Luther

- Ignatianische Exerzitien; Bewältigung geistlicher Krise und Unterscheidung der Geister

Lehrende

  • Prof. Dr. Thorsten Dietz
  • Prof. Dr. Nahamm Kim

Termine

  • 07.-10.12. 2016
  • 14.-15.01. 2017

Weitere Hinweise

  • Das Modul kann sowohl für den M.A. Ev. Theologie (8 CP),  für den M.A. Ev. Gemeindepraxis (6 CP) und für den M. A. Religion und Psychotherapie (6 CP) angerechnet werden als auch zur individuellen Weiterbildung belegt werden.
  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… in den jeweiligen Modulhandbüchern.

Die großen Entwürfe systematischer Theologie des 20. Jahrhunderts prägen unser theologisches Denken bis heute – ob in der Identifikation und Weiterführung oder auch in der relativierenden Abgrenzung. Dieses Modul stellt wesentliche und prägende Theologien des letzten Jahrhunderts vor und regt zur vertieften Auseinandersetzung an. Themen sind u.a. die Entwürfe von Karl Barth, Emil Brunner, Dietrich Bonhoeffer, Rudolf Otto und Wolfhart Pannenberg. Das Seminar kann in englischer Sprache angeboten werden.

(Continental European Theology in the 20th century covers a fascinating world of theological thinking. The major theological proposals of this era continue to be influential today, shaping current and future debates. Thus, in this class, we will take an in-depth look at the theologies of Karl Barth, Emil Brunner, Dietrich Bonhoeffer, Rudolf Otto, and Wolfhart Pannenberg, among others.

This seminar can also be offered in German.)

Lehrende

Termine

  • 28.02.-02.03.2018
  • 10.-12.04.2018
  • 28.-30.05.2018

In diesem Modul wird missionstheologisches Überblickswissen vermittelt und anhand aktuell ausgewählter Schwerpunkte gezielt vertieft. Neben der Erarbeitung unterschiedlicher missionstheologischer Entwürfe geht es immer auch um die Reflexion der eigenen missionarischen Praxis.

Das Seminar kann in englischer Sprache angeboten werden.

(Mission Studies as theological discipline was first established by Alexander Duff in Edinburgh in 1864. In 1896, Gustav Warneck occupied the first chair of mission studies in Halle, Germany. In this class, we concentrate on some of the major contributors for clarifying the theological foundations for a Christian understanding of mission in the 20th and 21st century, including German missiologists from Gustav Warneck to Henning Wrogemann, and British voices like Lesslie Newbigin and Andrew Walls.

The seminar can also be offered in German.)

Lehrende

Module im M.A. Religion und Psychotherapie

Psychotherapeutische und seelsorgliche Konzepte befinden sich in ständigem Wandel. Zum einen ergeben sich wichtige neue Perspektiven aus der Forschung und durch gesellschaftliche Herausforderungen, zum andern gibt es natürlich auch Modeströmungen. Das Modul gibt eine vertiefte Einführung u.a. in folgende Themen:

- Grundlagen einer spirituell integrierten Psychotherapie (Konzepte nach Pargament und Griffith), die positive und problematische Funktionen der Religion in der Lebensbewältigung aufzeigt.

- Die Wiederentdeckung alltagsnaher Ansätze in Seelsorge („Alltagsseelsorge“) und Psychotherapie („Supportive Therapie“), eingebettet in einen systemischen Kontext (Morgenthaler).

- Leben mit Unvollkommenheit/Sensibilität/Schwachheit und Grenzen: Seelsorge in Zeiten des Selbstoptimierungszwangs

- Einführung in die Akzeptanz und Commitment-Therapie (Existenzialistische und werte-orientierte Ansätze)

- Weisheit als archaisches und dennoch immer neues Konzept der Lebensgestaltung, verbunden mit therapeutischen und seelsorglichen Strategien (Weisheitskompetenzen nach Michael Linden; Seelsorge und Lebenskunst).

Modulverantwortlicher: Prof. Dr. Henning Freund

Das religiöse Erleben psychisch Kranker findet in Psychotherapie und praktischer Theologie zu wenig Beachtung.

Religiöse Menschen erleben ihre Krankheit in einem Kontext, der neben dem bio-psycho-sozialen Modell der Medizin die Frage nach dem Warum und dem Wozu im spirituellen Sinne stellt. Oftmals ist das religiöse Leben eingeschränkt, konflikt-haft überlagert oder bei psychotischen Erkrankungen wahnhaft verzerrt.

Um das religiöse Erleben psychisch Kranker zu verstehen, braucht es eine Einführung in die Schnittstellen von Psychopathologie und spirituellem Erleben. Die Teilnehmer lernen zunächst diese Schnittstellen bei verschiedenen psychischen Störungsbildern kennen (z.B. bei Angst- und Zwangsstörungen, Depression, Schizophrenie).

Dies bildet die Grundlage für das weitere Vorgehen: Wie kann man religiöse Themen beim seelisch leidenden Menschen mit Respekt heraushören und herausarbeiten? Wie kann man die spirituellen Ängste und Konflikte so verständlich machen, dass sich daraus ein therapeutischer Diskurs ableiten lässt? In der Bearbeitung zeigt sich ein weites Feld zwischen hoch-religiös dysfunktionalen Verarbeitungsmustern und konstruktiv-adaptiven und supportiven Wegen der Bewältigung.

Das Modul soll eine Einführung in spirituelle Aspekte der Krankheitsverarbeitung geben und den Teilnehmenden eine Verständnisstruktur vermitteln, die sich therapeutisch nutzen lässt.

Modulverantwortlicher: Prof. Dr. Henning Freund

Planung, Durchführung und Auswertung empirischer Studien sind Schlüsselkompetenzen der empirischen Sozialforschung. Um die Ergebnisse der modernen Religionspsychologie und der empirischen Theologie adäquat einordnen zu können, ist der reflektierte Umgang mit qualitativen und quantitativen empirischen Methoden unverzichtbar. Für Theologen, Seelsorger und alle, die in ihrer Vorausbildung weniger Berührung mit heutigen empirischen Forschungsstandards hatten, bietet dieses Seminar einen vertieften Überblick und verhilft zu einem souveränen Umgang mit empirischen Studien. Darüber hinaus wird den Teilnehmern grundlegendes Handwerkszeug vermittelt, eine eigene empirische Studie (auch im Rahmen der Masterarbeit) zu planen und durchzuführen. Die Teilnehmer bekommen die Gelegenheit, ihre Ideen und Konzepte für die Abschlussarbeit im Sinne eines Forschungskolloquiums zu besprechen. In jedem Seminar wird ein thematischer Schwerpunkt gelegt (z.B. empirische Erforschung von „Dankbarkeit“ oder Gebet), der für Theologen und Therapeuten gleichermaßen interessant und relevant ist.

In diesem Weiterbildungsseminar werden folgende Fragen vertieft:

- Bedeutung der anthropologischen Vorentscheidungen bei empirischer Forschung

- Möglichkeiten und Grenzen der Operationalisierung von Religiosität/Spiritualität und verwandten Konzepten

- Standards und Konzeptionen moderner empirischer Studien

- Reichweite und Leistungsfähigkeit von quantitativen und qualitativen Untersuchungen (z.B. RCT-Standard)

- Exemplarische Analyse und Interpretation von Einzelstudien zu religionspsychologischen oder empirisch-theologischen Themen (z.B. Dankbarkeit, Gebetsheilung, Dekonversion o.ä.)

- Planung und Durchführung der eigenen Masterarbeit

Modulverantwortlicher: Prof. Dr. Henning Freund

Inhalte

Das interdisziplinäre Fallseminar eröffnet die Möglichkeit, praktische therapeutische und seelsorgerliche Tätigkeit mit den Inhalten des Studiums anwendungsorientiert zu verknüpfen und damit zu einer Professionalisierung beizutragen. Wissensbestände, Theorien, Konzepte und Methoden aus dem Begegnungsfeld von „Religion und Psychotherapie“ werden auf reale „Fälle“ bezogen.Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft der Studierenden, Fälle aus der eigenen praktischen therapeutischen oder seelsorgerlichen Arbeit in anonymisierter Form einzubringen und diese im Seminar zu präsentieren. Ebenso berichten Dozenten aus der Hochschule und Fachleute aus der Region über Fallverläufe ihrer eigenen Klienten/Seelsorgesuchenden. Die Studierenden setzen sich reflexiv damit auseinander und entwickeln eigene Verstehensmöglichkeiten und nächste Handlungsschritte. Es geht sowohl darum, mit existenziellen Konflikten und Transzendenzfragen der Klienten professionell umzugehen, als auch die Verwobenheit von Glaubensfragen und (religions-) psychologischen Prozessen in den Blick zu bekommen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Erarbeitung von Lösungen für Schwierigkeiten und Hindernisse in den berichteten Therapie-/Seelsorgegesprächen. Darüber hinaus sollen immer wieder neue interdisziplinäre Perspektiven aus Seelsorgelehre, Psychologie und Psychotherapie in der Verknüpfung von Theorie und Praxis erarbeitet werden. Das interdisziplinäre Fallseminar bietet somit unter Moderation der Dozenten eine Supervison im Gruppenkontext an. Das Fallseminar eignet sich auch hervorragend, den Leistungsnachweis „Schriftlicher Fallbericht“ im Vertiefungsmodul „Anwendungs- und Problemfelder im Kontext von Religion und Psychotherapie“ vorzubereiten.

Lehrende

Termine

  • 10.-13.01.2018

Weitere Hinweise

  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… im Modulhandbuch MA „Religion und Psychotherapie“

Inhalte

Der Islam ist heute selbstverständlicher Bestandteil auch der europäischen Gesellschaft. Die Kenntnis seiner religiösen Vielfalt ist bei vielen Zeitgenossen dagegen überaus gering. In medizinischen und therapeutischen Zusammenhängen ist der Umgang mit muslimischen Patienten daher oft von vielen Unsicherheiten geprägt. In diesem Seminar sollen Grundkenntnisse über den Islam unter besonderer Berücksichtigung seiner Erscheinungsformen in Mitteleuropa erworben werden. Besondere Aufmerksamkeit erfahren dabei unterschiedliche Versuche, muslimische Glaubenswelten und therapeutisches Handeln konstruktiv aufeinander zu beziehen.

Wesentliche Themen des Moduls sind:

- Einführung in den Islam (anhand der 5 Pfeiler)

- Führung durch die Marburger Moschee, Gespräch mit Dr. El-Zayat von der Islamischen Gemeinde

- Islam vor der Herausforderung der Moderne (Islam und Recht, Frauen im Islam, islamische Mystik und islamischer Fundamentalismus, Islam in Europa)

- Fragestellungen im medizinisch-psychotherapeutischen Handlungsfeld

- Umgang mit muslimischen Patienten in der therapeutischen Praxis, z.B. Vorbehalte gegenüber Psychotherapie

- Möglichkeiten konstruktiver Zusammenarbeit zwischen Moscheengemeinde und psychotherapeutischer Behandlung

- Entwicklung von Leitlinien eines kultursensiblen Umgangs mit fremden Glaubensvorstellungen

- Fallbesprechungen

Lehrende

  • Prof. Dr. Michael Utsch
  • Dr. Petra Uphoff (Islamwissenschaftlerin)

Termine

  • 18.-21.02.2017

Weitere Hinweise

  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… im Modulhandbuch MA „Religion und Psychotherapie

 

Seit D. T. Suzuki, von dem sich u.a. C.G. Jung und E. Fromm anregen ließen, den Zen-Buddhismus im Westen bekannt gemacht hat, wurden Elemente östlicher Spiritualität und in Sonderheit des Buddhismus im Bereich der Psychotherapie rezipiert. Umgekehrt entwickelten sich in Asien Psychotherapiekonzepte auf buddhistischer Grundlage, die wiederum in den Westen zurückwirkten. Gegenwärtig hat sich ein kaum zu überschauender Markt von Lebenshilfe- und Therapieangeboten auf der Grundlage östlicher Spiritualität und Religion entwickelt. Meditative Elemente und Themen wie „Achtsamkeit“, „Loslassen“ oder „Befreiung“ sind jedoch nur im Kontext der jeweiligen Religion, in der sie entwickelt wurden, adäquat zu verstehen. Deshalb sollen in diesem Modul die Grundaussagen der unterschiedlichen Schulen des Buddhismus mit besonderer Berücksichtigung ihrer jeweiligen anthropologischen Konzeptionen und der darauf aufbauenden Befreiungslehren und -praktiken erarbeitet und im Blick auf ihre psychotherapeutische und seelsorgliche Relevanz reflektiert werden. Durch die Lektüre buddhistischer Basistexte wird die Fähigkeit zu selbstständiger Erarbeitung und kritischer Reflexion relevanter Themenbereiche eingeübt und vertieft.

Lehrende

Gesundheit und Krankheit sind Schlüsselthemen aktueller gesellschaftlicher Diskussion. Unverkennbar ist auch ihre Einbettung in weltanschauliche Bilder vom Menschen sowie die unterschiedlichen Beziehungen von religiösen Orientierungen und eigener Gesundheit/Krankheit. In dieser Situation kommt es darauf an, von einem christlichen Menschenbild aus sich differenziert auf verschiedene Gesundheitsbegriffe sowie mögliche Wechselwirkungen von Religion und Gesundheit beziehen zu können.

Folgende Themen stehen im Mittelpunkt des Moduls:

- Der gesunde/kranke Mensch aus medizinischer Sicht und aus der Perspektive biblisch-reformatorischer Anthropologie

- Durch Religion krank bzw. gesünder? Religion als Ressource oder krankmachender Faktor

- Die Heilungspotenziale der Religionsgemeinschaften im Kontext der aktuellen Gesundheitswirtschaft

- Heilung und innere Heilung. Zum Heilungsauftrag christlicher Gemeinde nach Jak 5 (Gemeinde als Heil-Land)

- Den eigenen Schatten annehmen: von der Bedeutung der christlichen Rechtfertigungslehre für die seelische Gesundheit

Modulverantwortlicher: Prof. Dr. Henning Freund

In seelsorglichen wie therapeutischen Kontexten tauchen zunehmend Themen auf, die sich aus dem Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft, Kultur und religiöser Tradition ergeben. Auch innerhalb der christlichen Glaubenstradition erweisen sich die Begegnungen mit etwa russlanddeutscher oder südamerikanischer Prägung oft als große Herausforderung. Das Modul führt in themenspezifische Fragenstellungen der Hermeneutik, Biographieforschung, Kultur- und Religionswissenschaft ein. Seelsorgerliches und therapeutisches Handeln kann von diesen Hintergründen nicht abstrahieren, wenn es dem Menschen in seiner komplexen Situation gerecht werden will. Kulturelle, religiöse Hintergründe und seelsorgerliche/psychotherapeutische Interventionen bedürfen in dieser Herausforderung besonderer Achtsamkeit.

Lehrende

Inhalte

Das Wesen der Kränkung ist subjektiv erlebter Angriff auf die narzisstische Balance eines Menschen. Die Auswirkungen von Kränkung und nachtragenden Affekten sind im Leben der Betroffenen oft gravierend. Davon betroffen ist auch das menschliche Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Vertrauen. Dabei kommt es zu unbewussten intrapsychischen Mechanismen, die durch Kränkungen ausgelöst werden mit dem Ziel, das gestörte narzisstische Gleichgewicht wiederherzustellen, auf längere Sicht aber mehr Schaden als Nutzen für Betroffene erzeugen. Diese Dynamik gilt es zu verstehen und sachgemäß zu bearbeiten. Vergebung erweist sich dabei als die Aktivität und teils vermittelbare/erlernbare Fähigkeit, die dazu dient, das Leben eines Betroffenen wieder in einen ausgewogenen Zustand zu bringen und diesen selbstdestruktiven Mechanismen zu entkommen.

Verschiedene Zugänge zur Vergebung sind möglich, die sich insgesamt den drei Gruppen des Verstehens, der Relativierung und der Delegation zuordnen lassen. Diese und ihre jeweils spezifischen Anwendungsbereiche, aber auch ihr Zusammenwirken sollen erfasst und anhand von Beispielen kennen gelernt werden. Dabei wird deutlich, dass die spirituelle Dimension für jeden dieser drei Wege jeweils eigene, über den allgemeinen Prozess hinausgehende Möglichkeiten eröffnet.

Folgende Inhalte stehen im Mittelpunkt des Moduls:

- Vergebung als Prozess: die verschiedenen Phasen; Unterschiede und Parallelen zum Trauerprozess.

- Blockaden des Vergebungsprozesses und ihre Ursachen.

- Vergebung als Reifungsprozess, der letztlich zu einer Akzeptanz eines veränderten Selbstbildes führt.

- Wichtige empirische Forschungsergebnisse zum Thema Wut und Vergebung, insbesondere deren Auswirkungen auf die Gesundheit.

Lehrende

  • Dr. Martin Grabe
  • Dr. Christian Bouillon

Termine

  • 15.-18.6.2017

Weitere Hinweise

  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… im Modulhandbuch MA „Religion und Psychotherapie“

Inhalte

Für Theologen und psychotherapeutische Laien, die in der Beratung oder Seelsorge tätig sind, ist ein Grundwissen in Psychopathologie und Psychotherapie unerlässlich. Das Modul vermittelt in kompakter Form diese grundlegenden Kenntnisse und Kompetenzen.

Zum einen wird ein Grundriss in klinischer Psychologie erstellt, in dem wesentliche psychische Störungsbilder erarbeitet werden. Damit wird eine grundlegende diagnostische Kompetenz vermittelt. Zum anderen wird ein Überblick über unterschiedliche Psychotherapieverfahren, ihre Störungsmodelle und ihre Methoden geboten. Neben diesen beiden inhaltlichen Schwerpunkten geht es um einen grundlegenden Überblick über Organisationsformen und Institutionen der psychosozialen Versorgung in Deutschland.

Wesentliches Ziel ist die Vermittlung einer „Lotsenkompetenz“ im Therapie- und Gesundheitswesen für die überwiegend theologisch vorgebildeten Teilnehmer. Sie sollen befähigt werden, Menschen in psychischen Belastungen zu beraten und zu begleiten. Sie entwickeln Kompetenzen, seelsorgerlich bei psychisch Kranken und Belasteten tätig zu werden, ohne die Kompetenzen der eigenen Profession zu überschreiten, aber auch ohne dieser Aufgabe ausweichen zu müssen.

Inhalte im Einzelnen:

1. Grundlagen und Methoden psychotherapeutischer Verfahren. Zu den folgenden psychotherapeutischen Verfahren werden die geschichtliche Entwicklung, das Störungsverständnis bzw. Störungsmodell und die Konzepte und Methoden dargestellt:

a) Verhaltenstherapie; b) Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie; c) Gesprächspsychotherapie; d) weitere Verfahren (z.B. Systemische Therapie, Logotherapie, Humanistische Ansätze)

2. Psychopathologie und Krankheitslehre

a) Einführung in Klassifikationssysteme; b) Diagnostik; c) Erscheinungsbild psychischer Störungen

3. Schulenspezifische Konzepte über Ätiologie und Behandlung psychischer Störungen

4. Psychotherapieforschung, Leitlinienorientierte Behandlung

5. Überblick über medizinische/psychosoziale Versorgungssysteme, Ausbildungsmöglichkeiten und Organisationsstrukturen

Lehrende

  • Prof. Henning Freund
  • Dr. Marion Schowalter
  • Dipl.-Psych. Jörg Berger

Termine

  • 11.-14.5.2017
  • 01.-02.7.2017

Weitere Hinweise

  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… im Modulhandbuch MA „Religion und Psychotherapie“

 

Inhalte

Das Begegnungsfeld von Religion und Psychotherapie ist interessant und hochkomplex, gerade weil dort verschiedene Wissenschaftskulturen (z.B. Theologie als Geisteswissenschaft und Psychologie als Natur-/Sozialwissenschaft) aufeinandertreffen. Für das akademische Studium und den damit verbundenen  interdisziplinären Dialog ist es daher unabdingbar, wissenschaftstheoretische Grundlagen dieser Disziplinen zu kennen und über die Grundfertigkeiten wissenschaftlichen Arbeitens zu verfügen:

  • Wissenschaftliche Recherche zu Literatur und Internetquellen
  • Erarbeitung wissenschaftlicher Texte
  • Zitierweisen wissenschaftlicher Literatur
  • Entwicklung von wissenschaftlichen Problem- und Fragestellungen
  • Erstellung und Aufbau einer wissenschaftlichen Hausarbeit
  • Einführung in einen wissenschaftlichen Schreibstil

Um das Propädeutikum anschaulich und auch inhaltlich gewinnbringend für den Studiengang zu gestalten, werden die einzelnen Teilschritte wissenschaftlichen Arbeitens anhand ausgewählter Themenstellungen und Textbeispiele eingeübt. So könnte beispielsweise der Fokus auf psychologische bzw. theologische Aspekte von Gebet oder Dankbarkeit liegen, der die inhaltliche Klammer für die formalen wissenschaftlichen Einzelfertigkeiten bildet. Für dieses Thema wären dann beispielsweise eine wissenschaftliche Bibliographie zu erstellen, eine Fragestellung zu entwickeln und eine Gliederung bzw. ein Blitzexpose zu erstellen. Abschließend ist eine kleine Schreibaufgabe anzufertigen mit Augenmerk auf einer korrekten wissenschaftlichen Sprache.
Zielgruppen:

  • Studierende, die zu Beginn des Studiums eine Hinführung zum wissenschaftlichen Arbeiten benötigen
  • Studierende, die Schwierigkeiten mit der Erstellung von Hausarbeiten haben
  • Studierende, die vor der Masterarbeit ein Auffrischung wissenschaftliche Arbeitsschritte wünschen

Lehrende

  • Prof. Dr. Henning Freund
  • Prof. Dr. Thorsten Dietz

Termine

  • 21.-24.09.2017

Kosten

  • bei Belegung als Weiterbildungsseminar: 260 €

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… im Modulhandbuch MA „Religion und Psychotherapie“

Inhalte

Das Modul klärt zunächst die Begriffe „Psychotherapie“ und „Religion“ (einschließlich Spiritualität, Religiosität, Glaube) aus verschiedenen Perspektiven und formuliert die sich ergebenden interdisziplinären Fragestellungen. Der Begriff der „Psychotherapie“ wird anhand verschiedener Therapieschulen (Tiefenpsychologie, Verhaltenstherapie, Humanistische Verfahren) und des jeweiligen Verhältnisses zur Religion reflektiert. Das vielschichtige Phänomen „Religion“ wird als Gegenstand von Religionsethnologie, Religionssoziologie, Religionsphilosophie und Theologie vorgestellt. Dabei wird auch diskutiert, wie die verschiedenen Perspektiven und Disziplinen sich ergänzen und von welchen Menschenbildern sie ausgehen. Ein Schwerpunkt liegt auf der empirischen Religionspsychologie als Brückendisziplin, die wesentliche Erkenntnisse zum Zusammenhang von Religiosität/Spiritualität und psychischer Gesundheit/Psychotherapie bietet.
In einer Exkursion zu einer christlichen Religionsgemeinschaft wird gelebte religiöse Praxis von Menschen konkret erfahrbar und von den Teilnehmern mit der Methode der „Teilnehmenden Beobachtung“ wissenschaftlich analysiert.
In einem abschließenden Teil reflektieren die Teilnehmer auf der Basis dieser Grundbegriffe gemeinsam ihren therapeutischen/seelsorgerlichen Umgang mit der Religiosität/Spiritualität ihrer Klienten. Insgesamt soll das Modul die Teilnehmer zu einer reflektierten und wissenschaftlich begründeten Verhältnisbestimmung von Psychotherapie und Religion verhelfen. Sie sollen darüber hinaus befähigt werden, zwischen wissenschaftlicher Außenperspektive und der Binnenperspektive ihrer eigenen religiösen Entwicklung/spirituellen Erfahrung zu unterscheiden und beide differenziert in Beziehung zu setzen.

Lehrende

  • Prof. Dr. Henning Freund
  • Prof. Dr. med. Samuel Pfeifer
  • Prof. Dr. Heinzpeter Hempelmann

Termine

  • 18.-21.10.2017
  • 15.-16.02.2018

Weitere Hinweise

  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… im Modulhandbuch MA „Religion und Psychotherapie“

Inhalte

Bei der Anwendung therapeutischer Einsichten und Methoden in der Seelsorge wie bei der Integration spiritueller Elemente in die Psychotherapie kommt es nicht selten zu kritischen Grenzverletzungen und Rollendiffusionen. Demgegenüber will dieses Modul zu einer bewussten und kritischen Reflexion verschiedener therapeutischer und seelsorglicher Interventionen verhelfen. Welche Methoden lassen sich von welcher Profession her verantwortlich einsetzen? Wie können Seelsorger mit Störungsbildern umgehen, die einer therapeutischen Intervention bedürfen (Lotsenkompetenz)? Wie können Therapeuten sensibel auf religiöse Selbstinterpretationen bzw. Problemdeutungen ihrer Klienten reagieren?

Inhalte des Moduls im Einzelnen:

Überblick über wichtige therapeutische und seelsorgliche Interventionen

Der Einfluss religiöser Haltungen und Werte bei Patienten/Seelsorgesuchenden und Therapeuten/Seelsorgern

Integrative Modelle von Psychotherapie und Seelsorge

Rollenkonflikte und Wege der Zusammenarbeit von Seelsorgern und Psychotherapeuten

Diskussion der Bedeutung religiöser Deutungen und Praxen bei psychotherapeutischen Störbildern (z. B. Borderline-Persönlichkeitsstörung, Suchterkrankung, Depression, Zwangsstörungen, Psychose, Demenz e.a.) und therapeutischer Umgang mit religiös aufgeladenen Störungsbildern (neurotische Schuldgefühle, Sinnleere, religiöse Ängste und Zwänge, Beziehungsstörungen, krankmachende Gottesbilder e.a.)

Lehrende

  • Prof. Holger Eschmann
  • Prof. Samuel Pfeifer
  • Friedhelm Grund (M.TH.)

Termine

  • 10.-12.3. 2017
  • 07.-09.4.2017

Weitere Hinweise

  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… im Modulhandbuch MA „Religion und Psychotherapie“.

 

Das Modul verbindet Lernvermittlung mit Selbsterfahrung. Dazu werden zunächst verschiedene Modellvorstellungen religiöser Entwicklungsverläufe vermittelt. Die von Fowler (1991) herausgearbeiteten Stufen der religiösen Entwicklung stellen hierfür ein erstes Modell zur Verfügung, das Kritik und Weiterentwicklung erfahren hat. Auch die religionspsychologischen Erträge zur frühkindlichen Bindungsforschung werden vorgestellt, um die Entwicklung von unterschiedlichen Gottesbildern zu verstehen.

Die Ergebnisse der religiösen Biographieforschung regen darüber hinaus an, biografische Krisen und religiöse Konversionen/Dekonversionen lebensgeschichtlich zu deuten und besser einzuordnen. Im Rahmen der religiösen Sozialisation werden dabei auch gesellschaftliche Entwicklungen wie die unterschiedlichen Prägungen der jeweiligen Alterskohorte berücksichtigt.

Schwierige Bindungserfahrungen und problematische Gottesbilder sowie Verwerfungen zwischen Persönlichkeit und religiöser Erziehung können psychische Probleme und Erkrankungen begünstigen. In Phasen der Gruppenselbsterfahrung wird hier ein geschützter Raum geboten, um ein besseres Verständnis für die eigene Glaubens-/ Lebensgeschichte zu erhalten. Die Teilnehmer erproben weiterhin das Erstellen einer „spirituellen Anamnese“ und die Anwendung diagnostischer Instrumente für die praktische Arbeit mit ihren Klienten.

Das Modul bietet die Chance, über unterschiedliche Gottesbilder, religiöse Sozialisationen und Frömmigkeitsstile ins Gespräch zu kommen und ihre Bedeutung für Seelsorge und Psychotherapie zu bestimmen. Dazu zählt auch der Umgang mit fundamentalistischen Positionen, der besondere Fähigkeiten und Vorgehensweisen erfordert. Ein konstitutiver Bestandteil des Moduls ist Selbsterfahrung durch Reflexion der eigenen religiösen Entwicklung und religiösen Sozialisation.

Modulverantwortlicher: Prof. Dr. Henning Freund

Inhalte

Schlagworte wie Mystik und Spiritualität erfahren gegenwärtig große Aufmerksamkeit – weit über die Grenzen des kirchlichen Christentums hinaus. Vor allem die große Anziehungskraft östlicher Spiritualität macht Mystik zu einem viel diskutierten Thema, nicht zuletzt in therapeutischen und klinischen Zusammenhängen. In dieser Gesprächslage kommt es zunächst darauf an, jenseits einer unreflektierten Vereinnahmung spiritueller Vollzüge in therapeutische/seelsorgerliche Prozesse Grundkenntnisse der christlichen Frömmigkeitsgeschichte zu erwerben. In diesem Themenmodul sollen wesentliche Vertreter vor allem christlicher Spiritualität vorgestellt werden. Der Einblick in ihre geistliche Praxis soll dabei sowohl der Reflexion hinsichtlich der eigenen Frömmigkeitspraxis als auch der Gesprächsfähigkeit auf dem gegenwärtigen religiösen Markt der Möglichkeiten dienen. Der Sinn spiritueller Übungen und Interventionen soll im Blick auf ihre Bedeutung für seelische Gesundheit und Reife verstanden und ansatzweise erprobt und erfahren werden. Folgende Themen werden dabei vertiefend behandelt:

- Die Renaissance klassischer Formen christlicher Spiritualität (Pilgern, Schriftmeditation, Kontemplation)

- Elemente fernöstlicher Religionen (Yoga, Meditation, „Nur-Sitzen“, Achtsamkeit)

- Spiritualität in der Therapie (z. B. Meditationsformen in der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion)

- Kontemplative Praxis der Tradition (Wüstenväter, östliches und westliches Mönchtum)

- Evangelische Frömmigkeitspraxis, Schriftmeditation und Erfahrung der Anfechtung bei Luther

- Ignatianische Exerzitien; Bewältigung geistlicher Krise und Unterscheidung der Geister

Lehrende

  • Prof. Dr. Thorsten Dietz
  • Prof. Dr. Nahamm Kim

Termine

  • 07.-10.12. 2016
  • 14.-15.01. 2017

Weitere Hinweise

  • Das Modul kann sowohl für den M.A. Ev. Theologie (8 CP),  für den M.A. Ev. Gemeindepraxis (6 CP) und für den M. A. Religion und Psychotherapie (6 CP) angerechnet werden als auch zur individuellen Weiterbildung belegt werden.
  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

Weitere Informationen …

… beim Sekretariat der EH Tabor

… in den jeweiligen Modulhandbüchern.

Inhalte

In vielen gegenwärtigen Orientierungsbemühungen und Auseinandersetzungen spielen unterschiedliche Menschenbilder eine Schlüsselrolle. Auch der christliche Glaube impliziert ein spezifisches Verständnis des Menschen, dessen Verständnis sich in ethischen, rechtlichen und therapeutischen Fragen immer wieder zugleich als umstritten erweist. Ausgehend vom Apostolischen Glaubensbekenntnis sollen Grundstrukturen und Grundfragen des christlichen Glaubens erarbeitet werden. Im Zusammenhang des Studiengangs sind dabei insbesondere Fragen wie Schuld und Vergebung, Umgang mit Leid, die Frage nach Sinn bzw. nach dem Bösen sowie der Umgang mit Grundgefühlen des Lebens (Angst, Dankbarkeit, Sehnsucht) relevant. Als „Grammatik des christlichen Glaubens“ verweist das Glaubensbekenntnis außerdem auf:

  • eine theologische Reflexion des christlichen Verständnisses von Gott und Offenbarung
  • verschiedene Dimensionen des Glaubens (Gottesverhältnis, Gewissheit, Glaube als „daseinsbestimmendes Vertrauen“)
  • das christliche Weltverständnis und Menschenbild
  • die Bedeutung von Jesus Christus als orientierende Mitte des christlichen Gottes- und Menschenbildes
  • Der christliche Glaube existiert heute in einer Vielzahl von Konfessionen und Frömmigkeitsrichtungen. Das christliche Menschenbild kann daher immer nur im Dialog unterschiedlicher Perspektiven erfasst werden:
  • Differenzierung zwischen evangelischen Landeskirchen und römisch-katholischer Kirche
  • Überblick zu evangelischen Freikirchen und Sondergemeinschaften (Zeugen Jehovas, Neuapostolische Kirche, Mormonen)

Lehrende

Termine

  • 22.-25.11.2017
  • 17.-18.02.2018

Weitere Hinweise

  • Mindestteilnehmerzahl: 6 Personen
  • Die Kosten für das Modul finden Sie im Überblick des jeweiligen Studiengangs

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… beim Sekretariat der EH Tabor

… im Modulhandbuch MA „Religion und Psychotherapie“

Die Kosten

Seminargebühr (Stand 2016):

M.A. Ev. Theologie und M.A. Ev. Gemeindepraxis: 105,00 € pro CP

M.A. Religion und Psychotherapie: 130,00 € pro CP

Verwaltungsgebühr (pro Semester):

bis einschließlich 12 CP pro Semester: 65,00 €

                         ab 13 CP pro Semester: 130,00 €

 

Weiterbildungskosten (Stand 2016):

Die Module lassen sich auch ohne den Erwerb von CP buchen.

Weiterbildung im Bereich Ev. Theologie und Gemeindepraxis: 130,00 € pro Semesterwochenstunde (SWS)

Weiterbildung im Bereich Psychotherapie und Seelsorge: 100,00 € pro Tag

Verwaltungsgebühr: 65,00 €

Zusätzlich können Unterkunft und Verpflegung gebucht werden.

Als berufsbegleitende Weiterbildung kann das Modul durch die Bildungsprämie gefördert werden. Die Bildungsprämie wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. Weitere Informationen finden Sie hier.

Eine Rechnung erhalten Sie nach erfolgter Anmeldung von uns. Zum 01.06.2017 stellen wir die Rechnungszustellung um: Der Versand erfolgt nicht mehr per Post, sondern per E-Mail. Wenn Sie eine weitere postalische Zusendung der Rechnung wünschen, melden Sie sich bitte im Sekretariat.

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