Orientierung

Religiöse Sozialisation und religiöse Entwicklung (SS 2018)

Religiöse Sozialisation und religiöse Entwicklung

Das Modul verbindet Lernvermittlung mit Selbsterfahrung. Dazu werden zunächst verschiedene Modellvorstellungen religiöser Entwicklungsverläufe vermittelt. Die von Fowler (1991) herausgearbeiteten Stufen der religiösen Entwicklung stellen hierfür ein erstes Modell zur Verfügung, das Kritik und Weiterentwicklung erfahren hat. Auch die religionspsychologischen Erträge zur frühkindlichen Bindungsforschung werden vorgestellt, um die Entwicklung von unterschiedlichen Gottesbildern zu verstehen. Die Ergebnisse der religiösen Biographieforschung regen darüber hinaus an, biografische Krisen und religiöse Konversionen/Dekonversionen lebensgeschichtlich zu deuten und besser einzuordnen. Im Rahmen der religiösen Sozialisation werden dabei auch gesellschaftliche Entwicklungen wie die unterschiedlichen Prägungen der jeweiligen Alterskohorte berücksichtigt.
Schwierige Bindungserfahrungen und problematische Gottesbilder sowie Verwerfungen zwischen Persönlichkeit und religiöser Erziehung können psychische Probleme und Erkrankungen begünstigen. In Phasen der Gruppenselbsterfahrung wird hier ein geschützter Raum geboten, um ein besseres Verständnis für die eigene Glaubens-/ Lebensgeschichte zu erhalten. Die Teilnehmer erproben weiterhin das Erstellen einer „spirituellen Anamnese“ und die Anwendung diagnostischer Instrumente für die praktische Arbeit mit ihren Klienten.
Das Modul bietet die Chance, über unterschiedliche Gottesbilder, religiöse Sozialisationen und Frömmigkeitsstile ins Gespräch zu kommen und ihre Bedeutung für Seelsorge und Psychotherapie zu bestimmen. Dazu zählt auch der Umgang mit fundamentalistischen Positionen, der besondere Fähigkeiten und Vorgehensweisen erfordert. Ein konstitutiver Bestandteil des Moduls ist Selbsterfahrung durch Reflexion der eigenen religiösen Entwicklung und religiösen Sozialisation.

Lehrende

Prof. Dr. Henning Freund

Prof. Dr. Michael Utsch

Termine

  • 16.-18.3. 2018
  • 13.-15.4.2018

Kosten

  • Modulkosten 600,00 €.
  • Verwaltungskosten: 65,00 €
  • zzgl. Unterkunft und Verpflegung
  • Als berufsbegleitende Weiterbildung kann das Modul durch die Bildungsprämie gefördert werden. Die Bildungsprämie wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. Weitere Informationen dazu stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung.

Anmeldung

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