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„Wen der Teufel zum rechten Doktor macht“

Theologie studieren als existentielle und intellektuelle Herausforderung

Es lohnt sich – schon das ein erster Tipp –, in dieser wie in anderen Fragen bei Martin Luther zu schauen. In einer berühmten Passage in seinen Reden zu Tisch heißt es: „Meine Theologie habe ich nicht gelernt auf einmal, sondern ich habe immer tiefer und tiefer danach forschen müssen; dazu haben mich meine Anfechtungen gebracht. Denn die Heilige Schrift kann man nimmermehr verstehen außer der Praktik und Anfechtung. So hat Paulus einen Teufel gehabt, der ihn mit Fäusten geschlagen und ihn getrieben hat mit seinen Anfechtungen, fleißig in der Heiligen Schrift zu studieren. So habe ich den Papst, die Universitäten und alle Gelehrten und durch sie den Teufel mir am Halse kleben gehabt. Die haben mich in die Bibel gejagt, daß ich sie fleißig gelesen und damit ihren rechten Verstand erlangt. Wenn wir sonst einen solchen Teufel nicht haben, so sind wir nur spekulative Theologen, die schlecht mit ihren Gedanken umgehen und mit ihrer Vernunft allein spekulieren, daß es so und also sein sollte.“

Tangens Institut

Wie der Name „TANGENS“ assoziieren lässt, geht es um die Berührung von zwei Größen, bei unserem Institut um den Kontakt zwischen Evangelium und sich immer weiter säkularisierender und immer pluraler werdender Lebenswelt. TANGENS ist Dienstleister für Kirchen und Freikirchen, Einrichtungen im christlichen Raum und darüber hinaus. Das Institut arbeitet unter anderem mit dem SINUS- Sozialforschungsinstitut, Heidelberg/ Berlin zusammen und versteht sich als Bindeglied zwischen empirischer Sozialforschung einerseits und christlich-kirchlichen Einrichtungen, die sich zum Ziel setzen, das Evangelium auch in unserer pluralen und hoch ausdifferenzierten Gesellschaft „allem Volk auszurichten“, also alle Menschen zu erreichen.

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