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Zwischen Glaube und Mystik?

Otto Stockmayer

Otto Stockmayer gilt vielfach als der bedeutendste Vertreter der Heiligungsbewegung und der eng mit ihr verbundenen frühen Gemeinschaftsbewegung. Vor allem für den Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverband (DGD) hat Stockmayer eine überragende Bedeutung erlangt. Nicht nur, dass er zur Zeit des Werkgründers Theophil Krawielitzki eine prägende Bedeutung für Geist und Frömmigkeit des Gesamtwerkes inne hatte, auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde von Fritz Mund bekräftigt, dass Stockmayers Botschaft diesen Stellenwert für den DGD behält. Er weist darauf hin, dass schon in der „Berufsordnung“ Krawielitzkis festgelegt ist, dass die „biblischen Heiligungslinien wie sie Pastor Stockmayer nach Römer 6 bis 8 betont hatte“ grundlegende Bedeutung für das ganze Werk besitzen. „Krawilietzki war sich bewusst, dieses Stockmayersche Erbe im Werke zu hüten und zu wahren“. Zum 50. Jubiläum des DGD ist es Mund darum zu tun, die Gültigkeit der besonderen Betonung der Heiligung für den DGD noch einmal zu bekräftigen: „Das gilt auch noch heute und kann nach Stockmayer wie nach Krawielitzki nur bedeuten, dass wir es dem Heiligen Geist erlauben, mit uns über unser am Kreuz verfluchtes Ich im Feuer der Heiligkeit Gottes in neue, tiefere Gerichte zu gehen und darin zu beharren.“

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