Orientierung

Dem Weg des Christus folgen

Wie Kirche Zukunft gewinnt

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

wir haben über alle möglichen Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft nachgedacht. Wir haben Strategien erwogen, wie man diese Trends gestalten oder ihnen auch begegnen kann. Zwei Fragen stehen dabei im Mittelpunkt und bedeuten unsere hidden agenda:

- Hat die Kirche überhaupt eine Zukunft? Und

- Wenn überhaupt, wie hat Kirche Zukunft?

Wenn dieses Referat nach dem bereits Gesagten einen Sinn haben soll, dann nicht dadurch, daß es wiederholt, was schon gesagt worden ist, also bei dem stehen bleibt, was Kirchensoziologie und Religionssoziologie diagnostizieren und was sie uns freundlich empfehlen. Ich möchte Kirche mit Ihnen noch einmal ganz anders verstehen. Ich möchte mit Ihnen danach fragen, was passiert, wenn Kirche wirklich Maß nimmt am Herrn der Kirche und zwar an seiner Geschichte, an seiner Bewegung aus der himmlischen Herrlichkeit in unsere irdische Wirklichkeit, aus göttlichem Zufriedenheitsmilieu in unsere prekären Lebenswelten. Die Idee dazu habe ich bei Paulus gefunden. Paulus zitiert ein atemberaubendes Lied, das ihn offenbar selber fasziniert hat, um zu zeigen, was es bedeutet, Kirche zu sein. Es ist das Lied vom beweglichen Gott. Wir finden es in Phil 2,5ff. Ich bin der Überzeugung, daß Kirche Zukunft hat, daß Kirche auch aktuellen Herausforderungen und Umständen, von Individualisierung bis Pluralisierung, von Säkularisierung bis Postmoderne gewachsen ist und begegnen kann, wenn sie sich an diesem Lied orientiert. Ich möchte von diesem Christuslied her sieben Provokationen formulieren, in denen ich das zeige.

Tangens Institut

Wie der Name „TANGENS“ assoziieren lässt, geht es um die Berührung von zwei Größen, bei unserem Institut um den Kontakt zwischen Evangelium und sich immer weiter säkularisierender und immer pluraler werdender Lebenswelt. TANGENS ist Dienstleister für Kirchen und Freikirchen, Einrichtungen im christlichen Raum und darüber hinaus. Das Institut arbeitet unter anderem mit dem SINUS- Sozialforschungsinstitut, Heidelberg/ Berlin zusammen und versteht sich als Bindeglied zwischen empirischer Sozialforschung einerseits und christlich-kirchlichen Einrichtungen, die sich zum Ziel setzen, das Evangelium auch in unserer pluralen und hoch ausdifferenzierten Gesellschaft „allem Volk auszurichten“, also alle Menschen zu erreichen.

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