Orientierung

„Erkennen, wie man erkennen soll“

Zu Aktualität und Relevanz des Erkenntnis-„Begriffs“ biblischer Traditionen

Was wir wissen können (I.Kant) und wie man richtig erkennen soll (Paulus),- das sind Fragen, die Theologie und Philosophie seit langem gemeinsam bewegen und auf die beide Antworten formulieren, die wechselseitig von Bedeutung sind, weil sie in Konkurrenz geschehen. Das gilt ja selbst dort, wo ein theologischspirituelles Erkennen streng von einem philosophisch-profanen Erkenntnisvorgang unterschieden werden soll und die vorgenommenen Grenzziehungen doch auch Beschneidungen des Erkenntnisanspruches der jeweils anderen Disziplin implizieren. Auch wenn man nicht einem essentialistischen Begriffsdenken huldigt, hat gerade die moderne Semantik das Instrumentarium bereitgestellt, um das Bedeutungsprofil/ semantische Feld eines Wortes/  Wortstammes etc. zu identifizieren. Ausgangspunkt für die nachfolgenden Überlegungen ist die hebräische Semantik von jd´ (deutsch: erkennen), die nicht nur für das Alte Testament, sondern auch für die Semantik des neutestamentlichen Griechisch weithin und im Grundsatz bestimmend ist. Dieser kommt als solcher eine Bedeutung zu. Denn es ist ein inzwischen als gesichert gelten könnendes Ergebnis der sprachphilosophischen Debatte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, daß Sprachen nicht an sich gegebene, unabhängig von der Sprache zugängliche Sachverhalte  (so)bezeichnen; daß vielmehr jede Sprache die Wirklichkeit in einer für sie charakteristischen Weise ein-teilt: durch das ihr eigene Inventar von grammatischen und syntaktischen Möglichkeiten und  mit den in ihr gegebenen begrifflichen Unterscheidungen (B.L.Whorf).

Tangens Institut

Wie der Name „TANGENS“ assoziieren lässt, geht es um die Berührung von zwei Größen, bei unserem Institut um den Kontakt zwischen Evangelium und sich immer weiter säkularisierender und immer pluraler werdender Lebenswelt. TANGENS ist Dienstleister für Kirchen und Freikirchen, Einrichtungen im christlichen Raum und darüber hinaus. Das Institut arbeitet unter anderem mit dem SINUS- Sozialforschungsinstitut, Heidelberg/ Berlin zusammen und versteht sich als Bindeglied zwischen empirischer Sozialforschung einerseits und christlich-kirchlichen Einrichtungen, die sich zum Ziel setzen, das Evangelium auch in unserer pluralen und hoch ausdifferenzierten Gesellschaft „allem Volk auszurichten“, also alle Menschen zu erreichen.

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