Orientierung

Wie „Wort Gottes“ in der Gemeinde mißbraucht wird

Plädoyer für einen neuen Stil von Theologie

Mißbrauch in der Gemeinde Jesu? Diese Frage ist illegitim. Sie ist gefährlich. Es zeigt sich erneut, wie gefährlich sich Psychologie auswirken kann, wenn man sie auf geistliche Sachverhalte anwendet, wenn das zu solchen Fragestellungen führt. Wird hier nicht bewußt der Blick des Verdachtes, der Kritik, der Zerstörung, des negativen Hinterfragens eingeführt oder gar noch verstärkt? Sollen hier wieder die durch den Dreck und in den Dreck gezogen werden, die Leitungsverantwortung ausüben; die sich einsetzen? Müssen wir da die schlimmen Vorgänge in Politik und öffentlichem Leben auch noch in den Bereich der Gemeinde übertragen? Wollen wir diese ätzenden und zersetzenden Debatten jetzt auch im Reich Gottes? Und was soll das überhaupt heißen: Mißbrauch in der Gemeinde Jesu? In der Gemeinde gibt es so etwas nicht. In der Gemeinde Jesu gibt es keinen Mißbrauch. Ist Gemeinde nicht seine Gemeinde? Ist Gemeinde nicht ganz anders? Ist sie nicht ein Tempel des Heiligen Geistes? (1. Kor 6) Müssen wir das nicht ernst nehmen? Ist sie nicht die Gemeinde der Erlösten, Wiedergeborenen, Erretteten; derer, die Gott selber heiligt und reinigt? Ja, „solche sind unter euch gewesen“. Sicher, das gilt. Das sagt auch der Apostel 1. Kor 6,11! Aber sagt er nicht eben so: „Aber, ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes“ (6,11)? Die Gemeinde ist doch gerade nicht so, wie die Welt ist (1. Kor 5). Soll jetzt auch noch die Braut Christi beschmutzt werden? Solche Überlegungen, solche Fragen sind nicht biblisch, nicht bibeltreu, nicht evangelisch, sie sind zersetzend und damit unchristlich.

Tangens Institut

Wie der Name „TANGENS“ assoziieren lässt, geht es um die Berührung von zwei Größen, bei unserem Institut um den Kontakt zwischen Evangelium und sich immer weiter säkularisierender und immer pluraler werdender Lebenswelt. TANGENS ist Dienstleister für Kirchen und Freikirchen, Einrichtungen im christlichen Raum und darüber hinaus. Das Institut arbeitet unter anderem mit dem SINUS- Sozialforschungsinstitut, Heidelberg/ Berlin zusammen und versteht sich als Bindeglied zwischen empirischer Sozialforschung einerseits und christlich-kirchlichen Einrichtungen, die sich zum Ziel setzen, das Evangelium auch in unserer pluralen und hoch ausdifferenzierten Gesellschaft „allem Volk auszurichten“, also alle Menschen zu erreichen.

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