Marburger Institut für Religion und Psychotherapie (MIRP)
Das Marburger Institut für Religion und Psychotherapie (MIRP) wurde im Jahr 2008 gegründet. Es ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Evangelischen Hochschule Tabor.
Das Institut versteht sich als Forschungs- und Vermittlungsplattform im Begegnungsfeld von Theologie, Seelsorge, Psychotherapie, Sozialer Arbeit und Religionspsychologie. Daher widmet sich das MIRP folgenden Aufgabenfeldern:
▶︎ Veranstaltung von Symposien, Tagungen und Vorträgen zu diesen Themenfeldern
▶︎ Vermittlung der Ergebnisse solcher Forschungen für die Praxis in Psychotherapie, Beratung, Sozialer Arbeit oder Seelsorge
▶︎ Vernetzung mit Wissenschaftlern und Institutionen, die an ähnlichen Themengebieten arbeiten
▶︎ Förderung der interdisziplinären Forschung in den genannten Bereichen
▶︎ Durchführung von Forschung und Lehre an der Evangelischen Hochschule Tabor und in kooperierenden Institutionen
Im Folgenden finden Sie interessante Informationen zu den geplanten oder laufenden Projekten des Instituts. Sie sind herzlich eingeladen, dabei zu sein!
Direktor des MIRP ist Prof. Dr. Martin Grabe. Hier können Sie ihn per E-Mail kontaktieren:
Download:
Satzung des MIRP
Öffentliche Vorlesung mit Prof. Dr. Martin Grabe
Lebensraum gewinnen
In der Psychotherapie gehört es zu den schönsten Erfahrungen, miterleben zu dürfen, wie Menschen allmählich einen Blick für das Potenzial ihres Lebens bekommen, sich aus Verstrickungen lösen und neu ihren Weg finden.
Diese Vorlesungsreihe möchte Sie in genau dieser Richtung unterstützen: erfrischende neue Denk-, Glaubens- und Lebensmöglichkeiten zu entdecken und zu gewinnen.
Die Teilnahme ist öffentlich. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
In diesem Wintersemester stehen die Themen Loslassen und Vergebung sowie Lebenssinn im Vordergrund.
Themen und Termine
Die ersten beiden Vorlesung zum Schwerpunkt Loslassen und Vergebung stießen auf reges Interesse. Vorlesung 3 und 4 der Reihe in diesem Semester finden im November statt:
SINN
Mi, 18.11.2026, 19:30-21 Uhr:
Zum Sinn des Lebens – Gibt es ihn? Und worin könnte er liegen?
Man könnte sagen: Ein entmutigend großer Themenbereich, zu dem schon unendlich viel geschrieben wurde. Wie soll da ein einzelner Abend weiterhelfen können?
Der Referent hat als langjähriger Chefarzt einer großen Psychotherapieabteilung immer wieder die Erfahrung gemacht, dass sich zu diesem Thema eben doch einige wirklich hilfreiche Gedanken sagen lassen.
Und dass es ausgesprochen sinnvoll ist, sich einmal ohne Druck damit zu beschäftigen und nicht erst dann, wenn eine Krise dazu zwingt. Sie sind herzlich eingeladen, sich auf neue Ideen bringen zu lassen.
▶︎ Teilnahme per Zoom
Mi, 25.11.2026, 19:30-21 Uhr:
Sinnerfüllung – Wie sie gelingt und warum sie doch nicht alles ist
Dieser Abend soll sich nicht um den Lebenssinn an sich drehen, sondern darum, was Menschen das Gefühl gibt, sinnerfüllt zu leben. Tatjana Schnell, Professorin in Oslo, hat dieses Thema über viele Jahre intensiv erforscht. Bei der Präsentation und Diskussion ihrer Ergebnisse wird allerdings nicht abstrakte Wissenschaft im Zentrum stehen. Stattdessen wird deutlich werden, welch starke Ermutigung diese Forschungen bilden, im eigenen Leben den subjektiv wichtigen Lebensbedeutungen Raum zu geben.
Dabei gilt es, sich nicht von Ersatzbefriedigungen wie schnellem Konsum oder „dringlichen“ Zeitfressern ablenken zu lassen. Entscheidend ist vielmehr, den Anschluss an die eigenen Werte zu finden und zu halten. Von hier aus lässt sich dann so integer und solide, wie es uns Menschen überhaupt möglich ist, ein sinnvolles Leben aufbauen.
▶︎ Teilnahme per Zoom
Prof. Dr. med. Martin Grabe ist Direktor des Marburger Instituts für Religion und Psychotherapie (MIRP) an der Evangelischen Hochschule Tabor.
Zudem führt er eine Psychotherapiepraxis in Kronberg im Taunus.
Über viele Jahre war er Chefarzt und Ärztlicher Direktor der DGD-Klinik Hohe Mark.
Autor zahlreicher Bücher und Fachveröffentlichungen sowie Mitherausgeber der Zeitschrift P&S.
Verheiratet, vier Kinder, sechs Enkel.
Veranstaltungsort:
Tabor Gemeindezentrum (TGZ)
An der Schäferbuche 15
35039 Marburg
Teilnahme:
Der Eintritt ist frei. Spenden zur Deckung der Kosten sind willkommen.
Auf Wunsch werden Teilnahmebescheinigungen ausgestellt, bei Besuch aller vier Vorlesungen eine Gasthörerbescheinigung.
MIRP-Tagung 2027
Lebenssinn
Tatjana Schnell, die bekannteste Forscherin in diesem wichtigen Bereich und Professorin in Oslo, hat bereits ihre Teilnahme zugesagt. Michael Rohde, wird als Alttestamentler zu Sinnkonstruktionen in der Bibel sprechen, Michael Utsch und Martin Grabe halten einen dialogischen Vortrag über Sinnfragen in der Psychotherapie. Kathy Pithan rundet die Tagung mit einem meditativen Abschluss ab.
Alles deutet darauf hin, dass wir einer höchst inspirierenden Tagung entgegengehen!
Veranstaltungsort:
Tabor Gemeindezentrum (TGZ)
An der Schäferbuche 15
35039 Marburg
Teilnahme:
▶︎ Unkostenbeitrag voraussichtlich 80,- Euro
▶︎ Studierende 40,- Euro
▶︎ ein Sommercamp für junge Psychotherapeut:innen, die ihren Glauben im Beruf leben und reflektieren möchten
▶︎ eine Woche voller inspirierender Impulse, ehrlicher Gespräche und gemeinsamer Entdeckungen am See
▶︎ Werde Teil einer Gemeinschaft, die miteinander glaubt, denkt und lacht – mitten im Sommer.
Nächstes Sommercamp: im August 2028!
Nähere Infos folgen, sobald sie feststehen.
Und hier ein kleiner Bericht über das 1. Sommercamp für junge Psychotherapeut:innen – vom 23.08.-29.08.2026 in Kirchmöser am Havelsee:
„Es war wunderbar. Wir waren mit 36 Teilnehmenden ausgebucht, das Tagungshaus lag sehr schön und das Wetter spielte mit. Aber vor allem ergab sich fast von Anfang an eine Gemeinschaftsatmosphäre, wo viel miteinander gesprochen, einander zugehört und gemeinsam erlebt wurde. Die Themen, auf Wunsch der Young Professionals im Team alle aus dem Feld „Glaube und Beruf“, fanden großes Interesse. Dazu gehörte das Miteinander von Glauben und Psychotherapie, Verbitterung und Vergebung, das Böse, Geistlicher Missbrauch, Heilsamer Glaube ebenso wie Lebensbilder und Interviews. Drei externe Referentinnen und Referenten hatten sich extra für uns auf die Reise nach Kirchmöser gemacht. Die Nachmittage standen für Ausflüge, kreative Tätigkeiten und Erholen am See zur Verfügung. Mit einem von unserer Tagungs-Musikgruppe, einem Planungsteam und Pastor Olaf Kormannshaus gestalteten Segnungsgottesdienst endete die Tagung. Für alle steht fest: Das soll nicht das letzte Mal gewesen sein!“
Das stimmt! Inzwischen haben wir als Vorbereitungsteam beschlossen, dass unser nächstes Sommercamp in der zweiten Augusthälfte 2028 stattfinden soll.
In der Zwischenzeit (September 2027) gibt es ein kleines „Booster-Wochenende“ für alle, die beim Sommercamp 2026 dabei gewesen sind.
Sommercamp für ärztliche & psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten bis ca. 35 Jahre – und solche, die es werden wollen (ab Masterstudium).
Veranstalter:
Marburger Institut für Religion und Psychotherapie (MIRP)
Evangelische Hochschule Tabor | Marburg
In Zusammenarbeit mit: